À la une · 01.03.2022 10:03
Covid-19 in Frankreich: Durchschnittlich 56.970 neue Fälle pro Tag und 10 Fälle von "Deltacron"
Der Rückgang der Ansteckungen in Frankreich setzt sich fort: Das Land verzeichnet derzeit täglich durchschnittlich 56.970 neue Fälle von Covid-19. Die Zahlen sind rückläufig, aber der Rückgang verlangsamt sich. "Deltacron": Zehn Fälle von Ansteckung...
Der Rückgang der Ansteckungen in Frankreich setzt sich fort: Das Land verzeichnet derzeit täglich durchschnittlich 56.970 neue Fälle von Covid-19.
Die Zahlen sind rückläufig, aber der Rückgang verlangsamt sich.
"Deltacron": Zehn Fälle von Ansteckung mit der Hybridvariante von Delta und Omikron in Frankreich festgestellt.
Santé Publique France gibt an, in Frankreich zehn Fälle von Ansteckungen mit der Hybridvariante "Deltacron", einer Kombination der Delta- und Omikron-Varianten, festgestellt zu haben. Der älteste dieser Ansteckungsfälle datiert laut den französischen Gesundheitsbehörden vom 17. Januar.
Bei Deltacron handelt sich um eine wissenschaftliche Kuriosität, die die Wissenschaftler zwar nicht unbedingt beunruhigt, aber sehr neugierig macht. Nach der britischen Behörde für Gesundheitssicherheit Anfang Februar haben nun auch die französischen Gesundheitsbehörden begonnen, die Hybridvariante "Deltacron" genau zu beobachten. Dabei handelt es sich um eine "Rekombination" der Delta- und Omicron-Varianten bei einer mit Covid-19 angesteckten Person: In einem letzte Woche veröffentlichten Dokument gibt die französische Gesundheitsbehörde Santé Publique France an, dass sie inzwischen 10 Fälle von Ansteckung mit dieser Hybridvariante in Frankreich gefunden hat.
"Die Proben stammen aus verschiedenen Regionen und die älteste stammt vom 17. Januar", erklärt Santé Publique France und weist darauf hin, dass die geografische Verteilung dieser Ansteckungsfälle "darauf schließen lässt, dass diese rekombinante Variante potenziell bereits seit Mitte Januar auf sehr niedrigem Niveau zirkuliert". Auch wenn diese Ergebnisse noch durch neue Analysen bestätigt werden müssen, geht Public Health France in die Richtung dessen, was in Großbritannien beobachtet worden war: Eine einzige Zelle des menschlichen Organismus kann mit zwei Varianten infiziert sein. Das das daraus entstehende SARS-CoV-2-Virus trägt dann die Mutationen beider Varianten.
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In Frankreich wurde "eine verstärkte Überwachung der Delta / Omikron-Koinfektionen eingeführt, um mögliche Rekombinanten so früh wie möglich zu erkennen", so Santé Publique France. Bis zum 21. Februar wurden in Frankeich 59 Fälle von "möglichen Koinfektionen" festgestellt.
Wie gefährlich kann das werden?
Diese ersten öffentlich zugänglichen französischen Daten über die Hybridvariante Deltacron erlauben derzeit noch keine Einschätzung der Gefährlichkeit und Ansteckungsfähigkeit der Hybridvariante: "Es ist schwierig, die Eigenschaften eines solchen Rekombinanten im Vergleich zu den beiden Elternvarianten vorherzusagen und seine Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit zu antizipieren", so Santé Publique France. Mitte Februar stufte die Weltgesundheitsorganisation die "Rekombination" aus Omikron und Delta als zu überwachende Variante ein. Die britischen Gesundheitsbehörden beruhigen allerdings und geben an, dass die Fälle von Koinfektionen derzeit in Grossbritannien noch sehr selten seien, berichtet die Daily Mail.
Die Entdeckung einer Rekombination zwischen Omikron und Delta war bereits Anfang Januar dieses Jahres gemeldet worden: Leondios Kostrikis, Professor für Biologie an der Universität von Zypern und Leiter des Labors für Biotechnologie und molekulare Virologie, behauptete, er habe etwa 20 Fälle von Koinfektionen festgestellt. Schnell stellten mehrere Experten diese Entdeckung in Frage und meinten, dass die Fälle von rekombinierten Varianten, die in Zypern entdeckt worden waren, möglicherweise auf einen Fehler bei der Sequenzierung zurückzuführen seien.