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Alle Artikel · 19.10.2022 08:26

Covid-19: Lässt die neue Omikron-Variante BQ.1.1 die Epidemie in Frankreich wieder aufleben?

Eine neue Variante - BQ.1.1. - gewinnt in Frankreich allmählich an Boden, nachdem die Ansteckungen mit Covid-19 in letzter Zeit zurück gingen. Die neue Omikron-Variante könnte Ursache für einen erneuten Anstieg der Ansteckungen in...

Eine neue Variante - BQ.1.1. - gewinnt in Frankreich allmählich an Boden, nachdem die Ansteckungen mit Covid-19 in letzter Zeit zurück gingen. Die neue Omikron-Variante könnte Ursache für einen erneuten Anstieg der Ansteckungen in Frankreich werden.

Jede neue Variante kann auch eine neue Epidemie auslösen. Nachdem sich die Lage an der Covid-Front relativ beruhigt hat, könnte Frankreich jetzt von einem neuen Stamm des Covid-19-Virus heimgesucht werden, was auch einen erneuten Anstieg der Ansteckungsfälle befürchten lässt. Die Untervariante BQ.1.1. ist in Frankreich auf dem Vormarsch: Anfang Oktober machte sie 16% der positiven Fälle in Frankreich aus (gegenüber 6% Ende September).

https://twitter.com/nicolasberrod/status/1582273516073721858

Die Ausbreitung dieser neuen Variante ist eine schlechte Nachricht vor dem Hintergrund, dass die Zahl der Ansteckungen mit SARS-CoV-2 im Land seit einigen Tagen nicht mehr stieg. Die Gesundheitsbehörden verzeichnen im Durchschnitt etwa 56.000 Neuinfektionen pro Tag. Doch die Zirkulation des Virus im Land könnte aufgrund von BQ.1.1 wieder richtig in Gang kommen. Frankreich hat im Januar 2022 eine ähnliche Situation erlebt. Das Land wurde zunächst von einem Anstieg der Ansteckungen durch die Delta-Variante heimgesucht, bevor sich die Lage wieder relativ beruhigte. Mit dem Auftreten der ersten Omikron-Variante (BA.1) kam es dann zu einem erneuten Anstieg der Ansteckungen. "Omikron war viel stärker übertragbar als Delta, das ist aber bei BQ.1.1 gegenüber den bereits vorhandenen Omikron-Varianten nicht so deutlich. BQ.1.1 bleibt ein Ableger von BA.5", so der Epidemiologe Mahmoud Zureik gegenüber der Zeitung Le Parisien.

BQ.1.1. könnte in den nächsten Wochen allerdings in Frankreich dominant werden. "Es ist noch nie vorgekommen, dass sich eine der Omikron-Untervarianten durchgesetzt hat, ohne eine neue Epidemiewelle auszulösen, und warum sollte das dieses Mal nicht der Fall sein", sagt Antoine Flahault, Direktor des Instituts für globale Gesundheit in Genf, ebenfalls gegenüber Le Parisien. Was natürlich möglich ist, ist, dass eine neue Welle nicht sehr hoch ansteigt...

Bestimmte Faktoren könnten es in der Tat ermöglichen, diese neue "Welle in der Welle" zu begrenzen. So zum Beispiel die Temperaturen - die zum Jahresende besonders mild sind - oder auch die Herbstferien, die die Ansteckungen in den Schulen begrenzen.

Es ist jedoch unbedingt notwendig, sich die Eigenschaften dieser neuen Variante genauer anzusehen. Nach den ersten Beobachtungen der Wissenschaftler ist die neue Untervariante BQ.1.1. - die im September vom Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten als Variante "von Interesse" bezeichnet wurde - zumindest teilweise den Antikörpern entgehen, die durch eine frühere Infektion oder durch Impfung erzeugt wurden. Das könnte es dem Virus ermöglichen, den Immunbarrieren effektiver zu widerstehen.

Und genau das ist wohl auch der Grund für die derzeit wieder stärkere Ausbreitung des Virus in mehreren Ländern, wie z. B. im Vereinigten Königreich oder in den USA.

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