SONNTAG, 19. JULI 2026 Anmelden / Beitreten Mitgliedskonto
Zurück

Alle Artikel · 29.03.2022 12:20

Covid-19: Von 500.000 Paxlovid-Behandlungen nur 3.500 benutzt

Es ist nun fast zwei Monate her, seit Pfizers Covid-19-Pille Paxlovid in französischen Apotheken erhältlich ist. Von den 500.000 Behandlungen, die Frankreich gekauft hat, wurden bisher nur 3.500 in Anspruch genommen. Seit 4. Februar...

Es ist nun fast zwei Monate her, seit Pfizers Covid-19-Pille Paxlovid in französischen Apotheken erhältlich ist. Von den 500.000 Behandlungen, die Frankreich gekauft hat, wurden bisher nur 3.500 in Anspruch genommen.

Seit 4. Februar dieses Jahres wird in französischen Apotheken eine neue Behandlung gegen Covid-19 angeboten. Nach den Impfstoffen kam endlich eine medikamentöse Behandlung gegen SARS-CoV-2 auf den Markt. Sechs Tabletten Paxlovid, die fünf Tage lang geschluckt werden müssen und die Entwicklung einer schweren Form der Krankheit wird höchstwahrscheinlich verhindert. Der Staat ging in Vorlage und kaufte für fast 250 Millionen Euro 500.000 Packungen. Aber das Medikament wird von den Franzosen verschmäht. Innerhalb von zwei Monaten wurden nur 3.500 Packungen ausgegeben.

Lesen Sie auch: Paxlovid: 10 Fragen zu Pfizers Covid-19-Therapie, die jetzt in die Apotheken kommt

Die Unbeliebtheit des Medikaments kann allerdings nicht mit seiner Wirksamkeit in Zusammenhang gebracht werden. Laut den vorliegenden Testergebnissen verhindert die Pille, wenn sie richtig eingenommen wird, in 89% der Fälle eine schwere Form von Covid-19.

Paxlovid muss innerhalb von fünf Tagen nach dem Auftreten der ersten Symptome eingenommen werden. Und denau hier liegt das Problem für die Patienten, es ist ein Wettlauf gegen die Zeit: Patienten müssen sich innerhalb dieses Zeitraums testen lassen, einen Arzt konsultieren und dann mit einem Rezept das Medikament in der Apotheke bestellen. Oft dauert es dann noch 24 Stunden, bis die jeweilige Apotheke das Medikament erhält.

Außerdem kommt Paxlovid, das vor allem für Menschen gedacht ist, die schwere Formen der Krankheit entwickeln können, wie ältere Menschen und/oder Menschen mit Vorerkrankungen, viel zu spät. Und das aus einem einfachen Grund: In Frankreich sind die meisten Risiko-Personen bereits geimpft und so gegen das Virus und eine schwere Erkrankung geschützt.

Schließlich ist Paxlovid für viele Patienten nicht empfohlen. Insbesondere beispielsweise für Personen mit Niereninsuffizienz und schwangere Frauen. Die Pille von Pfizer weist zahlreiche Risiken von Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auf, beispielsweise Medikamente gegen Herzrhythmusstörungen.

Nachrichten per E-Mail erhalten

Mit dem kostenlosen Mitgliedskonto von France Premium legen Sie fest, welche Hinweise Sie per E-Mail bekommen möchten: sofort bei wichtigen Meldungen oder als ruhige Tageszusammenfassung.

  • News und Tageszeitung nach Ihren Interessen
  • Wetter- und Verkehrshinweise für gewählte Regionen
  • Fußball-Liveereignisse zu ausgewählten Teams
  • Rezepte, Kultur, Veranstaltungen und Premium-Hinweise
Newsletter bestellen

Die Anmeldung ist kostenlos. Sie können Ihre Auswahl jederzeit im Mitgliedskonto ändern oder abbestellen.