Covid-19: Was können wir vom heutigen Verteidigungsrat für Gesundheit erwarten?

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Frankreichs Präsident Emmanuel Macron leitet einen Verteidigungsrat im Elysee-Palast in Paris.

Am Mittwoch, dem 3. März, tagt im Elysée-Palast ein neuer Verteidigungsrat für Gesundheit, der sich mit der Entwicklung der Covid-19-Epidemie befasst. Auf der Tagesordnung: Mögliche gezielte Maßnahmen wie zum Beispiel Wochenend-Lockdowns in den zwanzig Departements, die seit letzter Woche unter strenger Überwachung stehen.

Der nun schon traditionelle Rat zur Verteidigung der Gesundheit findet auch an diesem Mittwoch statt, nachdem Anfang dieser Woche Konsultationen zwischen staatlichen Vertretern und lokalen Mandatsträgern stattgefunden haben. Die Regierung weitet die Impfung gegen Covid-19 so weit wie möglich aus und bleibt auf ihrer Linie, einen landesweiten Lockdown zu vermeiden, aber neue Maßnahmen werden wohl am Ende der Woche in Gebieten zu erwarten sein, in denen die Epidemie schnell voranschreitet.

Um ein schwieriges Gleichgewicht zwischen Gesundheit und wirtschaftlichen Zwängen zu halten, verfolgt die Regierung eine Strategie der Territorialisierung, indem sie die Maßnahmen so gut wie möglich an die regionalen Gegebenheiten anpasst, wie Premierminister Jean Castex am Dienstagmorgen gegenüber Abgeordneten äußerte, wie von Teilnehmern des Treffens berichtet wurde. Die Exekutive arbeitet an sehr gezielten Maßnahmen, die die ersten Ergebnisse der in der vergangenen Woche in Nizza und Dünkirchen eingeführten Wochenend-Lockdowns berücksichtigen werden.

Während einige Abgeordnete, wie z.B. in der Bretagne, aufgrund der sinkenden Ansteckungskurven auf ihrem Gebiet eine Reduzierung der Gesundheitsauflagen fordern, wird die Linie des Premierministers wahrscheinlich eher die einer Verschärfung der Auflagen sein. Laut dem Sender Francebleu, ist man im Umfeld des Präsidenten besorgt, dass eine Lockerung der Ausgangssperre in bestimmten Gebieten, auch bedeuten würde, dass zur gleichen Zeit Reisen zwischen den Departements verboten oder eingeschränkt werden müssten, um zu viel Bewegung zwischen den Regionen zu vermeiden, die zum Transport der Epidemie von einer stärker betroffenen in eine schwächer betroffene Region führen kann.

Matignon erinnert daran, dass die Hypothese eines auf das Wochenende reduzierten Lockdowns eine der Möglichkeiten ist, trotz der Zurückhaltung der Bürgermeisterin von Paris Anne Hidalgo, für die dieser Vorschlag “schwierig, hart und sogar unmenschlich” ist.

Emmanuel Macron seinerseits forderte am Montag, 1. März, während eines Austauschs mit Jugendlichen in einem Ausbildungszentrum für Industrieberufe in Stains, Seine-Saint-Denis, noch “4 bis 6 Wochen Geduld aufzubringen”, bevor er bestimmte Beschränkungen angesichts der Coronavirus-Epidemie lockern könne.

“Gesundheitspass” in der Studie
An diesem Donnerstag, dem 4. März 2021, wird Emmanuel Macron ein interministerielles Treffen im Élysée-Palast leiten, um über die Wiedereröffnung von Restaurants, Sporthallen und anderen kulturellen Einrichtungen wie Theatern, Kinos und Museen zu diskutieren. Bei dieser Gelegenheit wird auch der “Gesundheitspass” diskutiert, der es ermöglichen soll, zu gegebener Zeit an Orte zurückzukehren, die jetzt geschlossen sind, ohne die gesundheitliche Situation zu gefährden. Auch die Einführung von QR-Codes in Restaurants wird erwogen.


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