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Alle Artikel · 19.01.2022 10:50

Covid-19: Welche neuen Behandlungsmethoden werden in den nächsten Wochen zugänglich sein?

Zu Beginn des Jahres 2022 werden neue Behandlungsmethoden zur Bekämpfung von Covid-19 auf den Markt kommen. Medikamente, Behandlungen, Impfstoffe...  Die Omikron-Welle "wird die letzte mit so vielen Einschränkungen sein". Mit grossem Optimismus kündigte der...

Zu Beginn des Jahres 2022 werden neue Behandlungsmethoden zur Bekämpfung von Covid-19 auf den Markt kommen. Medikamente, Behandlungen, Impfstoffe... 

Die Omikron-Welle "wird die letzte mit so vielen Einschränkungen sein". Mit grossem Optimismus kündigte der Geschäftsführer des Pfizer-Konzerns, Albert Bourla, am Montag, 17. Januar, einige baldige Rückkehr zu einem "normalen" Leben an. Das Ziel: "Mit den Viren leben", indem man sich auf die "von der Wissenschaft geschaffenen Werkzeuge" stützt, so Bourla.

In diesem Januar will die wissenschaftliche Gemeinschaft neue Produkte vorstellen, die langfristig den Kampf gegen SARS-CoV-2 ermöglichen könnten.

"Paxlovid" von Pfizer
Die von Pfizer entwickelte Pille "Paxlovid" wird voraussichtlich gegen Ende Januar in den französischen Apotheken eintreffen. Pfizer hat eine Pille entwickelt, die in vielerlei Hinsicht Monulpavir (einem antiviralen Medikament, das von Merck entwickelt wurde) ähnelt. Laut den von Pfizer veröffentlichten Ergebnissen der klinischen Studien konnte die medikamentöse Behandlung mit Paxlovid, wenn sie innerhalb von drei Tagen nach Auftreten der Symptome durchgeführt wurde, die mit Covid-19 in Verbindung stehenden Todesfälle und Krankenhausaufenthalte um 89% senken.

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In der Praxis könnte es für einen mit Covid-19 infizierten Patienten bedeuten, zwei Pillen zweimal täglich fünf Tage lang einzunehmen, um schwere Formen von Covid-19 zu verhindern.

Monoklonale Antikörper
Es ist eine Methode, die bereits seit März 2021 auf dem Vormarsch ist: Behandlungen mit monoklonalen Antikörpern. Laut der französischen Arzneimittelbehörde ANSM (Agence Nationale de Sécurité du Médicament) geht es darum, bei jemandem, der bereits mit Covid-19 infiziert ist, einen Antikörper zu isolieren und ihn in großen Mengen im Labor zu reproduzieren. Anschließend werden die Antikörper als Infusion wieder injiziert, um schwere Formen der erkrankung zu verhindern.

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Es wurden verschiedene Behandlungsmethoden erprobt, aber nicht alle sind gegen die Omikron-Variante wirksam. Xevudy (oder Sotrovimab) hat sich hingegen bewährt und wurde von der Weltgesundheitsorganisation empfohlen. Die WHO empfiehlt Xevudy für Covid-positive Patienten mit einem hohen Risiko für einen Krankenhausaufenthalt. Auch diese Behandlung wird Ende Januar in Frankreich erhältlich sein.

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Neuer Impfstoff Novavax
Novavax ist der fünfte Impfstoff, der in Frankreich zugelassen wurde. Novavax (entwickelt von der gleichnamigen US-Firma) basiert auf einer sogenannten "klassischen" Technologie. Es handelt sich, wie bei den bereits weit verbreiteten Kinderimpfstoffen, um einen sogenannten "subunitären" Impfstoff, der auf Proteinen basiert, die eine Immunantwort auslösen.

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Die klinischen Studien zu diesem neuen Impfstoff, an denen insgesamt 45.000 Personen teilnahmen, zeigten eine Wirksamkeit von rund 90% gegenüber symptomatischen Formen der Erkrankung. Am 14. Januar gab die französische Gesundheitsbehörde Haute Autorité de Santé grünes Licht für die Verwendung als Erstimpfung bei Personen ab 18 Jahren. Die ersten Lieferungen des Impfstoffs von Novavax - vermarktet unter dem Namen Nuvaxovid - werden voraussichtlich Anfang Februar eintreffen, so das Gesundheitsministerium.

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