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Alle Artikel · 07.03.2024 08:59

D-Day: Der 80. Jahrestag der Befreiung wird unter dem Zeichen der "Wiedergeburt der Nation" stehen

Das Programm der Gedenkfeiern zum 80. Jahrestag der Befreiung wurde bekannt gegeben. Präsident Emmanuel Macron wird diese Zeit des Gedenkens an die Befreiung Frankreichs von der Nazi-Besatzung mit einer ersten Reise in den Vercors...

Das Programm der Gedenkfeiern zum 80. Jahrestag der Befreiung wurde bekannt gegeben. Präsident Emmanuel Macron wird diese Zeit des Gedenkens an die Befreiung Frankreichs von der Nazi-Besatzung mit einer ersten Reise in den Vercors im April einleiten. Anschließend wird er im Juni in die Bretagne und die Normandie sowie nach Oradour-sur-Glane reisen.

Zwei Wochen nach der Aufnahme des armenischen Widerstandskämpfers Missak Manouchian in das Pantheon in Paris kündigte der Élyséepalast eine Reihe neuer Gedenk-Zeremonien anlässlich des 80. Jahrestags der Befreiung an.

Frankreich wolle den "Jahrestag seiner Befreiung begehen und den Mut unserer Befreier feiern, der Widerstandskämpfer, der Soldaten der verbündeten Länder, der Kämpfer der vom Freien Frankreich auf dem afrikanischen Kontinent neu formierten Armee…", erklärte Präsident Emmanuel Macron in einem Video.

https://youtu.be/fMrss0S0YKY

"Unter all denen, die uns befreit haben, waren viele Ausländer oder viele Franzosen ausländischer Herkunft, wie Missak Manouchian (…), den wir soeben geehrt haben. Viele kamen aus Afrika, viele kamen auch aus dem Pazifik und aus der ganzen Welt", sagt Macron.

Der Staatschef wird die Gedenkfeiern am 16. April im Vercors-Gebirge, Hochburg der französischen Widerstandskämpfer, eröffnen. Am 5. Juni reist er dann nach Morbihan, um den Kämpfern des Freien Frankreichs, die in der Nacht der Landung in der Bretagne mit dem Fallschirm absprangen, und den Widerstandskämpfern von Saint-Marcel zu gedenken. Am selben Tag wird er weiter nach Saint-Lô im Departement Manche reisen, um der zivilen Opfer der Landungsoperationen zu gedenken.

Am nächsten Tag wird Emmanuel Macron anlässlich des 80. Jahrestags des "D-Day" einer britischen, amerikanischen und kanadischen Zeremonie in Saint-Laurent-sur Mer im Gebiet von Omaha Beach vorstehen. Bei dieser Veranstaltung werden die letzten Veteranen des Zweiten Weltkriegs anwesend sein, darunter 200 aus dem Ausland und "einige Überlebende" aus Frankreich, wie der Élysée-Palast mitteilte.

Es werde auch über eine russische Delegation nachgedacht, teilte die Präsidentschaft der Republik außerdem mit. Wladimir Putin war beim 70. Jahrestag der Landung in der Normandie anwesend, vor fünf Jahren jedoch bleib Putin den Gedenkfeiern fern.

Am 7. Juni wird Emmanuel Macron in Bayeux (Calvados) und Cherbourg (Manche) des Fortbestands der französischen Republik gedenken. Drei Tage später wird er nach Tulle (Corrèze) und Oradour-sur-Glane (Haute-Vienne) reisen, die Schauplätze von Nazi-Morden waren. Am 18. Juni wird das traditionelle Gedenken an den Aufruf von General de Gaulle auf dem Mont-Valérien (Hauts-de-Seine) und auf der Île de Sein (Finistère) stattfinden.

Neben einer Parade am 14. Juli, bei der die "Universalität der Werte derer, die das Land befreit haben", in Erinnerung gerufen wird, soll im August eine Hommage an die Befreiung der Provence mit einer "echten Landung" durch "echte Militärs" und einem Amphibienmanöver stattfinden, bevor die Widerstandskämpfer der Provence geehrt werden.

Achtzig Jahre nach der Befreiung von Paris im August soll rund um den Platz Denfert-Rochereau in der Hauptstadt eine "volkstümliche" Veranstaltung stattfinden. Ende November soll dann der Befreiung von Straßburg und der letzten Kämpfe auf französischem Boden gedacht werden.

Der Élysée-Palast gab auch bekannt, dass ein Gedenkprogramm aus "Tausenden von lokalen Veranstaltungen" unter der Schirmherrschaft einer öffentlichen Interessenvereinigung mit dem Namen "Mission Libération" aufgestellt wird. In diesem Rahmen wurde eine umfassende Sammlung von Zeitzeugenberichten, Filmen, Fotografien und persönlichen Tagebüchern unter französischen Bürgern eingeleitet. "Machen Sie sie bekannt, teilen Sie sie, machen Sie diese manchmal familiären, intimen Spuren zu Instrumenten unserer Historiker, zu Materialien, die vom Material eines Familiengedächtnisses zu denen einer nationalen Geschichte werden werden", forderte Emmanuel Macron.

https://twitter.com/Mission80ans/status/1757018321738707185

Die Franzosen sind dazu aufgerufen, den jeweiligen Jahrestag der Befreiung ihres Dorfes oder ihrer Stadt zu feiern. Ausserdem wird den Schülern vorgeschlagen, "Akteure dieser Erinnerung zu sein", indem sie Berichte über die Helden oder Zeugen dieser Zeit verfassen.

"Wir müssen diese Gelegenheit bestmöglich nutzen, um den Preis unserer Freiheit zu ermessen, die Fackel dieses edlen Kampfes an unsere jungen Generationen weiterzugeben und daraus wertvolle Energie zu schöpfen, die unseren Zusammenhalt stärken und uns helfen wird, unsere Zukunft aufzubauen", schließt der französische Präsident seine Videoansprache.

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