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Alle Artikel · 30.05.2021 13:21

Demonstrationen für in Frankreich gesprochene Regionalsprachen und Dialekte

Am Samstag, 29. Mai, fanden in ganz Frankreich Demonstrationen zur Verteidigung des Unterrichts in Regionalsprachen statt. In Frankreich sind 75 Regionalsprachen offiziell registriert. Wie viele Regionalsprachen, deren Unterricht vom Verfassungsrat als verfassungswidrig eingestuft wurde,...

Am Samstag, 29. Mai, fanden in ganz Frankreich Demonstrationen zur Verteidigung des Unterrichts in Regionalsprachen statt. In Frankreich sind 75 Regionalsprachen offiziell registriert.

Wie viele Regionalsprachen, deren Unterricht vom Verfassungsrat als verfassungswidrig eingestuft wurde, werden in Frankreich gesprochen? Heute sind 75 Regionalsprachen in Frankreich offiziell aufgelistet, und laut einem aktuellen ministeriellen Bericht werden noch etwa zehn Sprachen häufig gesprochen, erfährt man auf Franceinfo.

Es gibt auch viele Dialekte
Zum Beispiel Bretonisch im Westen, Elsässisch im Osten, Baskisch, Okzitanisch, Katalanisch und Korsisch. Neben all diesen Sprachen gibt es auch solche aus Übersee, wie z. B. Kreolisch, das auf den Westindischen Inseln sehr präsent ist, und Tahitianisch. Es gibt aber auch Dialekte, die manchmal von diesen Regionalsprachen abgeleitet sind. Für Okzitanisch gibt es zum Beispiel Limousin, Languedocien oder Provençal. Näheres hier in einem Bericht von Franceinfo:

Regionalsprachen: Ihre Verteidiger demonstrieren in ganz Frankreich

Von der Bretagne bis nach Okzitanien und dem Baskenland fanden am Samstag, dem 29. Mai, mehrere Demonstrationen statt, um gegen die Entscheidung des Verfassungsrates zu protestieren, den Unterricht in Regionalsprachen abzuschaffen.

In Guingamp in der Côtes-d'Armor versammelten sich nach Angaben der Präfektur 6.000 Menschen hinter bretonischen Fahnen, darunter viele Schüler der dortigen zweisprachigen Schulen. "Wir schaffen den Spagat zwischen beidem, weil wir von klein auf Bretonisch gelernt haben. Es ist ein Vorteil, den wir haben, und sie versuchen, ihn uns wegzunehmen, ich finde das beschämend", sagte ein Schüler gegenüber Franceinfo.

Die Entscheidung des Verfassungsrates sei falsch
Der Grund ihrer entrüstung ist die Entscheidung des Verfassungsrates, den immersiven Unterricht abzuschaffen, d.h. den Unterricht, der weitgehend in einer anderen Sprache als Französisch durchgeführt wird. In Bordeaux (Gironde) können die Lehrer as Problem nicht erkennen. "Nicht weil wir eine andere Sprache als Französisch sprechen, werden wir antifranzösisch, nein! Wir sprechen Okzitanisch UND wir sprechen Französisch", erklärt einer von ihnen. "Es ist unser Erbe!", stimmte ein anderer zu.

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