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Aktuell · 27.06.2026 12:24

Didier Daeninckx: “Ich bin immer noch im Widerstand”

In "Les Maisons Parachutées" rekonstruiert der Schriftsteller den Geist der frühen 1950er Jahre; diese Geschichte über Nachkriegsabrechnungen ist auch eine Hommage an diejenigen, die unter allen Umständen Widerstand leisten.

Paris – 27.06.2026: Didier Daeninckx, der renommierte französische Schriftsteller, hat mit seinem neuesten Werk "Les Maisons Parachutées" einen historischen Kriminalroman vorgelegt, der tief in die Nachkriegszeit eintaucht. Der Roman spielt im Jahr 1952 in Nevers und folgt dem Inspektor Philippe Orbec, der mit der Aufklärung des Mordes an drei Männern beauftragt wird, deren Leichen auf einer Baustelle gefunden wurden. Orbec, Sohn eines während des Krieges von der Résistance getöteten Polizisten, wird in eine komplexe Untersuchung verwickelt, die ihn bis zum Konzentrationslager Mauthausen und seiner Außenstelle Redl-Zipf führt. Dort hatte ein jüdisches Kommando von Häftlingen Falschgeld hergestellt, um die alliierte Wirtschaft zu destabilisieren. Ein Teil dieses Falschgeldes fand nach der Befreiung Frankreichs seinen Weg ins Land, und Orbec vermutet, dass es von sogenannten Pseudo-Resistants genutzt wurde, um Vermögen anzuhäufen und prächtige Häuser zu bauen, die seither als "Les Maisons Parachutées" bekannt sind.

"Les Maisons Parachutées" ist ein meisterhaft recherchierter Roman, der auf wahren Begebenheiten basiert und die dunklen Kapitel der Nachkriegszeit beleuchtet. Daeninckx gelingt es, die Schatten der Vergangenheit ans Licht zu bringen und die Komplexität der menschlichen Natur in Zeiten des Umbruchs zu erfassen. Der Autor, bekannt für seine Fähigkeit, historische Ereignisse in fesselnde Erzählungen zu verweben, nutzt dieses Werk, um die oft übersehenen Aspekte der Geschichte zu würdigen und die Erinnerung an diejenigen zu ehren, die unter allen Umständen Widerstand leisteten.

Der Roman ist seit dem 2. April 2026 im Verlag Gallimard erhältlich und umfasst 240 Seiten. Für Liebhaber historischer Kriminalromane bietet "Les Maisons Parachutées" einen tiefen Einblick in die Nachkriegszeit und die komplexen Verstrickungen von Widerstand, Verrat und moralischer Ambiguität.

Didier Daeninckx, geboren 1949, hat über 110 Werke veröffentlicht, darunter Romane wie "Meurtres pour mémoire" (1984) und "Cannibale" (1998). Seine Werke zeichnen sich durch eine präzise Recherche und eine kritische Auseinandersetzung mit der französischen Geschichte aus. Mit "Les Maisons Parachutées" setzt er seine Tradition fort, historische Ereignisse in fesselnde Erzählungen zu verwandeln und dabei die Komplexität menschlicher Beziehungen und moralischer Entscheidungen zu beleuchten.

"Les Maisons Parachutées" ist ein unverzichtbares Werk für alle, die sich für die französische Nachkriegsgeschichte interessieren und die Nuancen menschlicher Moral in Zeiten des Umbruchs verstehen möchten. Daeninckx gelingt es, die Schatten der Vergangenheit ans Licht zu bringen und die Komplexität der menschlichen Natur in Zeiten des Umbruchs zu erfassen.

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