Alle Artikel · 28.01.2021 10:58
Die französische Regierung ist besorgt um die psychische Gesundheit der Franzosen
Unmut und eine allgemeine Depression der Franzosen, zusammen mit dem Risiko des zivilen Ungehorsams, belasten immer mehr die Entscheidungen der Exekutive, die neue restriktive Maßnahmen oder sogar einen neuen Lockdown ankündigen sollte. Vor ein...
Unmut und eine allgemeine Depression der Franzosen, zusammen mit dem Risiko des zivilen Ungehorsams, belasten immer mehr die Entscheidungen der Exekutive, die neue restriktive Maßnahmen oder sogar einen neuen Lockdown ankündigen sollte.
Vor ein paar Tagen tauchte in den sozialen Netzwerken der Hashtag #JeNeMeConfineraiPas auf. Mehr als 143.000 Tweets wurden bereits gesendet. Hinter diesen Mitteilungen steht ein massives Genervtsein von der Möglichkeit eines neuen Lockdowns. Am Mittwoch, dem 27. Januar, in den Straßen von Paris sagt aber die Mehrheit, der von Franceinfo befragten Menschen, dass sie bereit sind, neue Einschränkungen zu akzeptieren. "Ich bin für einen dritten Lockdown", sagt eine Pariserin, "lasst es uns endlich ein für alle Mal hinter uns bringen".
"Werden sie es moralisch verkraften?"
Laut einer Meinungsumfrage sagen 93% der Franzosen, dass sie einen neuen Lockdown respektieren würden. Aber nur 52% sind wirklich dafür. Und nur 37% vertrauen der Regierung bei der Bekämpfung der Covid-19-Epidemie. Vor allem aber ist es die geistige Gesundheit des französischen Volkes, die der Exekutive Sorgen bereitet. "Moralisch gesehen stellen wir uns die Frage, werden sie es ertragen? Wir sind besorgt", meinte ein ministerieller Berater hinsichtlich der Möglichkeit eines neuen Liockdowns. Dr. Serge Hefez, ein Psychiater, erklärt: "Es ist ein weiterer Schlag. Das bedeutet, noch tiefer in dieses 'no-future' zu versinken, in die große Schwierigkeit, nach vorne zu schauen".