Aktuell · 11.07.2026 04:41
Drei neue Brände bei Perpignan – Feuer erzwingt zeitweilige Schließung des Flughafens
In der Agglomeration von Perpignan sind drei Vegetationsbrände ausgebrochen. Ein Feuer erreichte den Bereich des Regionalflughafens und legte den Betrieb vorübergehend lahm. Behörden mobilisierten umfangreiche Löschkräfte; sensible Standorte wurden gesichert.
Perpignan – 11.07.2026: In der Agglomeration von Perpignan (Département Pyrénées-Orientales) sind am 9. Juli drei neue Wald- und Flächenbrände ausgebrochen. Einer der Brandherde griff bis an die Randbereiche des Regionalflughafens über und führte dort zu einer zeitweiligen Einstellung des Flugbetriebs. Die Präfektur und der SDIS 66 meldeten eine schnelle und umfangreiche Mobilisierung der Einsatzkräfte am Boden sowie aus der Luft. Nach ersten amtlichen Angaben erfasste eines der Feuer rund zehn Hektar Vegetation und bedrohte angrenzende Bereiche.
Die Einsatzleitung ordnete Absperrungen im Straßenumfeld an, um Zufahrten für Feuerwehr und Rettungsdienste freizuhalten. Der Flughafenbetrieb wurde vorsorglich unterbrochen, bis die Rauchentwicklung und die Nähe der Flammen keine Gefahr mehr für Starts und Landungen darstellten. Über die offiziellen Kanäle informierte die Präfektur fortlaufend über Umleitungen, Sperrungen und die schrittweise Wiederaufnahme des Verkehrs.
Zwei weitere Herde wurden im Umland der Aspres-Hügelkette bestätigt – einem Gebiet, das bereits in den vergangenen Tagen unter hoher Brandgefahr stand. Laut Behörden begünstigten anhaltende Hitze, Trockenheit und der kräftige Tramontane-Wind die rasche Ausbreitung. Die Feuerwehr setzte Tanklöschfahrzeuge, Bulldozer zur Anlage von Schneisen sowie Luftunterstützung ein, um die Flammen an kritischen Linien einzudämmen. Brandsicherungsarbeiten konzentrierten sich auf Übergänge zu Siedlungs- und Gewerbeflächen.
In unmittelbarer Nähe zu den Brandstellen wurden besonders schutzbedürftige Einrichtungen in die Einsatzplanung einbezogen. Ein Lagerplatz von Fahrenden und das Tierheim der Société Protectrice des Animaux (SPA) lagen zeitweise in der Gefahrenzone. Vorbereitet wurden punktuelle Evakuierungen und Schutzmaßnahmen; Tiere und Personal konnten bei Bedarf in sichere Bereiche verlegt werden. Behörden baten Anwohnerinnen und Anwohner, Fenster geschlossen zu halten, Zufahrtswege freizuhalten und Anweisungen der Einsatzkräfte strikt zu befolgen.
Die Präfektur aktivierte zudem die Cellule d'information du public (CIP), um Hinweise zu Gefahrenlagen zu bündeln und betroffene Personen zu beraten. Parallel untersagten die Behörden Tätigkeiten mit hohem Brandrisiko – etwa offenes Feuer, Funkenarbeiten im Freien oder das Befahren besonders trockener Buschzonen. Für den weiteren Verlauf warnten sie vor wechselnden Windfeldern, die Glutnester reaktivieren könnten. Aktuelle Lagebewertungen sollten im Tagesverlauf über Präfektur und SDIS 66 erfolgen.
Die Region Pyrénées-Orientales erlebt seit Beginn des Sommers eine angespannte Brandsaison. Wiederholte Warnstufen, niedrige Bodenfeuchte und Mistral- beziehungsweise Tramontane-Episoden verschärfen die Lage. Kommunen bereiten präventiv Rückschnitt- und Räumarbeiten an Vegetation vor; Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer werden an ihre Räumpflicht erinnert. Reisende werden gebeten, befestigte Parkflächen zu nutzen und keine Zigarettenreste oder Glas im Gelände zurückzulassen.
Quellen
- Franceinfo (FR)
- Präfektur Pyrénées-Orientales (Offizielles Kommuniqué)
- SDIS 66 (Feuerwehr)
- TF1 Info
- Le Monde