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Alle Artikel · 10.02.2022 13:30

Eine künstliche Nase soll Covid-Patienten den Geruchssinn wiedergeben

Seit Beginn der Pandemie ist der Verlust des Geruchssinns zu einem Zeichen für eine Ansteckung mit Covid geworden. Ein Symptom, das bei manchen Patienten mehrere Monate lang anhält. Dieser Geruchsverlust steht im Mittelpunkt eines...

Seit Beginn der Pandemie ist der Verlust des Geruchssinns zu einem Zeichen für eine Ansteckung mit Covid geworden. Ein Symptom, das bei manchen Patienten mehrere Monate lang anhält. Dieser Geruchsverlust steht im Mittelpunkt eines europäischen Projekts, das vom Centre de Recherches en Neurosciences de Lyon koordiniert wird.

Weltweit ist fast jeder zweite Covid-positive Mensch von einem teilweisen oder vollständigen Verlust des Geruchssinns betroffen, so wie Ludivine. "Ich habe das Gefühl, dass ich verschiedene Dinge rieche. Es ist ziemlich seltsam, es gibt Gerüche, aber ich habe das Gefühl, sie nicht mehr so zu riechen wie vorher", sagt die ehemalige Covid-Patientin gegenüber Franceinfo. Eine Störung des Geruchssinns, für die es bis heute keine wirksame medizinische Antwort gibt. Derzeit arbeiten etwa 30 europäische Wissenschaftler an Störungen und Verlusten des Geruchssinns. Diese Spezialisten wollen beweisen, dass es möglich ist, die Fähigkeit zu riechen wieder voll zu erlangen und nehmen an einem Forschungs- und Entwicklungsprojekt namens "Rose" teil, was für Restoring Odorant Detection and Recognition in Smell Deficit steht.

Eine Prothese, um die Defizite des menschlichen Körpers auszugleichen.
Diese Wissenschaftler setzen auf die Entwicklung einer künstlichen Nase. Eine Geruchsprothese, die dank Mini-Sensoren in der Lage ist, geruchsübertragende Moleküle anhand ihrer chemischen Signaturen zu erkennen. "Wir werden ein Gerät entwickeln, das es Menschen ermöglicht, Gerüche in der Umwelt zu erkennen und zwischen zwei oder drei Kategorien von Gerüchen zu unterscheiden", erklärt Moustafa Bensafi, Forschungsleiter am CRNL. Ziel ist es, dem menschlichen Geruchssystem mit dieser Geruchsprothese wieder die Möglichkiet zu geben, zwischen einem Geruch einer Blume und etwas, das nach einer Frucht riecht, zu unterscheiden. Ein elektronischer Minischaltkreis könnte in die Nasenhöhlen integriert werden, ähnlich wie Hörimplantate für Hörgeschädigte. "Wir werden versuchen, die Technologie zu miniaturisieren, um sie tragbar und integrierbar zu machen", erklärt Cyril Herrier, Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung des Grenobler Start-up-Unternehmens Arybelle, das ebenfalls an diesem Projekt beteiligt ist. Die ersten Ergebnisse werden in zwei Jahren erwartet.

 

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