Aktuell · 20.07.2026 19:45
“El Mayo” Zambada in New York zu lebenslanger Haft verurteilt
Ein Bundesgericht in Brooklyn hat Ismael "El Mayo" Zambada Garcia, einen Mitbegründer des Sinaloa-Kartells, zu lebenslanger Haft ohne Aussicht auf Entlassung verurteilt. Das Urteil folgt auf sein Schuldeingeständnis im August 2025.
Brooklyn – 20.07.2026: Im Bundesgericht im New Yorker Stadtteil Brooklyn ist der mexikanische Drogenhändler Ismael "El Mayo" Zambada Garcia zu lebenslanger Haft ohne Aussicht auf Entlassung verurteilt worden. Richter Brian M. Cogan verhängte die Strafe am Montag wegen seiner führenden Rolle im Sinaloa-Kartell und wegen organisierter Kriminalität. Für den 76-Jährigen endet damit ein Verfahren, das jahrelange Ermittlungen bündelte.
Das US-Justizministerium teilte mit, Zambada Garcia habe am 25. August 2025 die Schuld eingestanden. Er räumte demnach ein, zu den maßgeblichen Anführern des Kartells gehört zu haben und sich der Verschwörung im Rahmen eines Gesetzes gegen organisierte Kriminalität schuldig gemacht zu haben. Zugleich ordnete das Gericht eine Einziehung von 15 Milliarden Dollar an, ein Geldurteil, dessen Vollstreckung offen bleibt.
Nach Darstellung der Bundesstaatsanwaltschaft führte Zambada Garcia über nahezu vier Jahrzehnte Teile des Netzwerks, das Kokain, Fentanyl und weitere Drogen in die Vereinigten Staaten schmuggelte. Die Ermittler werfen ihm zudem vor, Gewalt und Bestechung eingesetzt zu haben, um Transporte und Macht des Kartells zu sichern. Diese Vorwürfe waren Teil des Verfahrens, das mit seinem Geständnis endete; ein Prozess mit Zeugenvernehmungen blieb aus.
Im Gerichtssaal sprach Zambada Garcia über einen Dolmetscher von den Folgen der Gewalt und bat nach AP-Angaben um Entschuldigung für den Schaden, den er verursacht habe. Der Richter stellte fest, die lebenslange Strafe sei nach dem Schuldeingeständnis gesetzlich zwingend. Cogan kündigte außerdem an, eine Unterbringung in einem Gefängniskrankenhaus zu empfehlen. Die endgültige Entscheidung darüber trifft jedoch die Bundesgefängnisverwaltung.
Zambada Garcia war am 25. Juli 2024 gemeinsam mit Joaquin Guzman Lopez, einem Sohn des ebenfalls inhaftierten Kartellmitbegründers Joaquin "El Chapo" Guzman Loera, in El Paso im US-Bundesstaat Texas festgenommen worden. Über die Umstände seiner Ankunft in den USA gibt es unterschiedliche Darstellungen. Zambada Garcia sagte später, er sei in Mexiko verschleppt und in einem Privatflugzeug über die Grenze gebracht worden.
Die Festnahme verschärfte nach Berichten die Spannungen im mexikanischen Bundesstaat Sinaloa. Dort stehen Anhänger Zambadas und Gruppen um die Söhne von "El Chapo" einander gegenüber. Das Urteil in Brooklyn beendet zwar das Verfahren gegen einen der bekanntesten Kartellführer, nicht aber die kriminellen Strukturen hinter dem Drogenhandel. Für die betroffenen Gemeinden bleibt entscheidend, ob Ermittlungen gegen Finanzwege, Korruption und Gewaltakteure weitergeführt werden.
Quellen
- US-Justizministerium, Eastern District of New York
- Associated Press
- US-Justizministerium, Office of Public Affairs
(Dieser Text ist wesentlich KI-generiert.)