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Aktuell · 07.07.2026 09:46

Explosionen nahe Hotel in Damaskus während Macron-Besuch – Präsident unversehrt

Während des offiziellen Besuchs von Emmanuel Macron in Damaskus detonierten mehrere Sprengsätze nahe dem Hotel, in dem er zuvor übernachtet hatte. Der Élysée bestätigte: Macron befand sich im Präsidentenpalast und blieb unverletzt. Offizielle Stellen…

Damaskus – 07.07.2026: Während des offiziellen Besuchs des französischen Präsidenten Emmanuel Macron in der syrischen Hauptstadt sind am Morgen mehrere improvisierte Sprengsätze nahe dem Hotel detoniert, in dem er zuvor übernachtet hatte. Nach übereinstimmenden Angaben aus dem Élysée und syrischen Sicherheitskreisen befand sich Macron zum Zeitpunkt der Detonationen im Präsidentenpalast zu Gesprächen mit Syriens Staatschef Ahmed al-Charaa. Die französische Präsidentschaft erklärte, der Präsident sei unversehrt; sein Programm werde in enger Abstimmung mit den Sicherheitsdiensten überprüft.

Syrische Behörden meldeten mindestens 18 Verletzte, darunter Zivilpersonen und Mitglieder der Sicherheitskräfte. Mehrere Einsatzfahrzeuge und Entschärfungsteams sicherten das Gebiet rund um das betroffene Hotel in der Innenstadt. Bilder aus der Umgebung zeigten zerborstene Fensterscheiben und beschädigte Fassaden. Offiziell machte zunächst niemand eine Urheberschaft geltend. Ermittler prüfen, ob die Detonationen koordiniert ausgelöst wurden und ob sie in räumlichem oder zeitlichem Zusammenhang mit dem hohen Besuch standen. Eine unabhängige Bestätigung der Details lag zunächst nicht vor.

Das Treffen Macrons mit al-Charaa im Präsidentenpalast fand Medienberichten zufolge planmäßig statt, wenngleich unter verschärften Auflagen. Nach Angaben aus Paris zielen die Gespräche auf eine Wiederaufnahme technischer Kontakte in konsularischen Fragen sowie auf Sicherheitsfragen mit regionaler Dimension. Beobachter verweisen darauf, dass staatliche Besuche in Damaskus seit Jahren selten sind und stets ein erhebliches Sicherheitsarrangement erfordern. Die syrische Hauptstadt gilt trotz verstärkter Kontrollen weiterhin als verwundbar für Anschläge mit improvisierten Sprengsätzen.

Aus diplomatischen Kreisen heißt es, Frankreich halte an der Linie fest, Menschenrechtsfragen und den Schutz humanitärer Zugänge bei Kontakten mit Damaskus anzusprechen. Zugleich verweisen Sicherheitsfachleute auf die Notwendigkeit verlässlicher Kommunikationskanäle, etwa bei konsularischen Notfällen oder der Bekämpfung grenzüberschreitender Kriminalität. Ob die Explosionen Auswirkungen auf mögliche Vereinbarungen haben, blieb zunächst offen. Der Élysée sprach von einer laufenden Lagebewertung; zusätzliche Maßnahmen für die französische Delegation seien veranlasst worden.

Die Umgebung des Hotels blieb am Mittag weiträumig abgesperrt. Verkehr wurde umgeleitet, Spezialisten untersuchten weitere verdächtige Gegenstände. Internationale Vertretungen in Damaskus erinnerten ihr Personal an bestehende Sicherheitsprotokolle. Für Anwohner und Reisende gilt laut örtlichen Hinweisen erhöhte Vorsicht, insbesondere in der Nähe staatlicher Einrichtungen, Hotels großer Ketten und Verkehrsknotenpunkten. Weitere Angaben zu den Verletzten und zum Schadensbild kündigten die syrischen Behörden für den späteren Tagesverlauf an.

Quellen

  • Franceinfo
  • Associated Press
  • Reuters
  • Al Jazeera
  • AFP

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