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Aktuell · 29.06.2026 16:47

Flugzeugabsturz bei Nancy fordert elf Todesopfer

Am 28. Juni 2026 stürzte ein Kleinflugzeug bei Tomblaine nahe Nancy ab und tötete alle elf Insassen, darunter fünf Fallschirmspringer und fünf Ausbilder.

Tomblaine – 28.06.2026: Am Sonntagmorgen ereignete sich in Tomblaine, einem Vorort von Nancy, ein tragischer Flugzeugabsturz. Ein Kleinflugzeug des Typs Pilatus PC-6B Turbo Porter, registriert in Deutschland, stürzte kurz nach dem Start vom nahegelegenen Flugplatz Nancy-Essey ab. An Bord befanden sich der Pilot sowie zehn Fallschirmspringer, bestehend aus fünf Ausbildern und fünf Schülern. Alle Insassen kamen ums Leben.

Die Gruppe von fünf Krankenschwestern und -pflegern hatte einen Schnupperkurs im Fallschirmspringen gebucht, um sich von der aktuellen Hitzewelle abzulenken. Der Präfekt des Départements Meurthe-et-Moselle, Yves Séguy, berichtete, dass das Flugzeug nach dem Start nahezu senkrecht abstürzte. Es stürzte auf einer Grünfläche nahe der Start- und Landebahn des Flugplatzes Nancy-Essey ab, in der Nähe eines Wohngebiets. Glücklicherweise wurden keine weiteren Personen verletzt.

Die Staatsanwaltschaft von Paris hat die Ermittlungen übernommen, um die genaue Ursache des Unglücks zu ermitteln. Der französische Innenminister Laurent Nuñez und der Verkehrsminister Philippe Tabarot reisten noch am selben Tag zum Unglücksort, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Der Bürgermeister von Tomblaine, Hervé Féron, äußerte sich betroffen: "Es gab keinen Kollateralschaden, aber leider sind alle Menschen, die sich im Inneren befanden, gestorben."

Der Pilatus PC-6B Turbo Porter ist ein vielseitiges einmotoriges Flugzeug, das häufig für Fallschirmsprungaktivitäten eingesetzt wird. Es ist bekannt für seine Robustheit und Fähigkeit, in schwierigen Bedingungen zu operieren. Die Ermittler werden nun alle verfügbaren Informationen sammeln, um die Ursache des Absturzes zu bestimmen. Zeugenberichte und technische Analysen werden dabei eine zentrale Rolle spielen.

Die Behörden riefen die Bevölkerung dazu auf, den Bereich um die Rue Salvador Allende in Tomblaine zu meiden, um den Rettungsdiensten und den Ordnungskräften freien Zugang zu ermöglichen. Ärzte und Psychologen kümmerten sich um die Angehörigen der Opfer sowie um Zeugen des Unglücks.

Dieses Unglück stellt den schwersten Vorfall im Bereich der allgemeinen Luftfahrt in Frankreich seit Jahrzehnten dar. Die Ermittlungen werden voraussichtlich mehrere Wochen in Anspruch nehmen, um die genauen Umstände des Absturzes zu klären.

Die französische Luftfahrtbehörde BEA (Bureau d'Enquêtes et d'Analyses pour la sécurité de l'aviation civile) hat ebenfalls Ermittlungen aufgenommen, um die Ursachen des Unglücks zu untersuchen. Bislang liegen jedoch keine weiteren Details zu den Ergebnissen der Untersuchungen vor.

Die Tragödie hat in der Region große Betroffenheit ausgelöst. Die Behörden arbeiten eng zusammen, um den Angehörigen der Opfer Unterstützung zu bieten und die genauen Ursachen des Unglücks zu ermitteln.

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