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Aktuell · 03.07.2026 21:26

France Télévisions stellt Arzt und Moderator Jimmy Mohamed nach Gewaltvorwürfen vorläufig frei

Nach Instagram-Beiträgen seiner Ehefrau mit Fotos von Hämatomen hat France Télévisions den Mediziner und TV-Moderator Jimmy Mohamed am 3. Juli 2026 vorübergehend von seinen Aufgaben entbunden. Er bestreitet die Vorwürfe.

Paris – 03.07.2026: France Télévisions hat den Arzt und Moderator Jimmy Mohamed vorübergehend von seinen Aufgaben freigestellt. Der Schritt folgt auf öffentliche Anschuldigungen seiner Ehefrau Souailla Mohamed, die auf Instagram Fotos von Hämatomen an ihren Armen veröffentlicht und diese als Folge von Übergriffen bezeichnet hat. Die Beiträge erschienen nach ihren Angaben am 28. und 29. Juni.

Ein Sprecher der Sendergruppe begründete die Maßnahme laut übereinstimmenden Medienberichten mit dem Schutz des Programmumfelds sowie der Sicherung einer unabhängigen Klärung. Es handele sich demnach nicht um eine rechtliche Bewertung, sondern um eine Vorsichtsentscheidung bis zur Aufklärung der Vorwürfe. Hinweise auf den Stand eines möglichen Strafverfahrens oder auf eine formelle Anzeige lagen den zitierten Berichten zunächst nicht abschließend vor.

Souailla Mohamed erklärte, die gezeigten Verletzungen stammten aus dem Dezember 2025; seit der Trennung erlebe sie verbale Bedrohungen und Beschimpfungen. Sie begründete die Veröffentlichung mit dem Wunsch, ihre Darstellung öffentlich zu machen. Weitere Details zu den behaupteten Vorfällen oder zu medizinischen Gutachten sind bislang nicht bekannt. Unabhängige Bestätigungen jenseits der sozialen Medien liegen nach derzeitigem Stand nicht vor.

Jimmy Mohamed, seit 2023 als Moderator des Gesundheitsmagazins "Mag de la santé" und als Gesundheitschronist im französischen Fernsehen präsent, weist die Anschuldigungen zurück. Er kündigte nach Presseangaben rechtliche Schritte gegen aus seiner Sicht verleumderische Darstellungen an. Konkrete Informationen über etwaige staatsanwaltschaftliche Ermittlungen oder gerichtliche Termine wurden von den zitierten Medien nicht genannt.

France Télévisions betonte laut Berichten, interne Prüfprozesse und Compliance-Regeln griffen in solchen Fällen standardmäßig, um Arbeitsumfeld und Beteiligte zu schützen. Sender und Produktionsumfeld stehen in der Verantwortung, bei Verdachtsmomenten transparenter zu handeln und zugleich die Unschuldsvermutung zu wahren. Ob und wann Mohamed an den Bildschirm zurückkehrt, bleibt von den Ergebnissen der laufenden Abklärungen abhängig.

Der Fall reiht sich in eine breitere Sensibilisierung der französischen Medienbranche für den Umgang mit Vorwürfen häuslicher Gewalt ein. Sender und Redaktionen haben in den vergangenen Jahren interne Meldewege, Schulungen und Interventionsleitfäden ausgebaut, um Betroffene zu unterstützen und mögliche Interessenkonflikte zu vermeiden. Fachberatungen raten Betroffenen, Beweise zu sichern, ärztliche Atteste einzuholen und sich an Polizei, Hilfsorganisationen oder spezialisierte Hotlines zu wenden. In Frankreich ist die Nummer 3919 eine zentrale Anlaufstelle für Opfer häuslicher Gewalt.

Quellen

  • Franceinfo
  • Le Parisien
  • Télérama
  • Ouest-France

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