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À la une · 17.08.2024 08:30

Gabriel Attals akribische Vorbereitungen auf sein politisches Comeback

Gabriel Attal, der jüngste Premierminister Frankreichs, steht kurz vor seinem Abschied aus dem Hôtel Matignon. Nach nur sechs Monaten und sieben Tagen als Regierungschef musste er wegen der Auflösung des Parlaments durch Präsident Macron...

Gabriel Attal, der jüngste Premierminister Frankreichs, steht kurz vor seinem Abschied aus dem Hôtel Matignon. Nach nur sechs Monaten und sieben Tagen als Regierungschef musste er wegen der Auflösung des Parlaments durch Präsident Macron und den darauf folgenden Neuwahlen zurücktreten, doch dies ist keineswegs das Ende seiner politischen Karriere – vielmehr scheint es der Beginn eines neuen Kapitels zu sein, in dem er bereits auf die Präsidentschaftswahl 2027 hinarbeitet.

Ein strategischer Abgang

Attal ist entschlossen, dass sein Abgang gut inszeniert wird und strategisch durchdacht ist. Der jüngste Premierminister der Fünften Republik möchte sicherstellen, dass sein Vermächtnis nicht auf sein Alter reduziert wird. Daher plant sein Team, ein umfassendes Dossier über seine Errungenschaften während seiner Amtszeit zusammenzustellen. Dieses Dokument soll sämtliche Bereiche abdecken – von der Landwirtschaftskrise bis zum Gesundheitswesen. Dies könnte helfen, die Tatsache zu überdecken, dass während seiner kurzen Amtszeit keine bahnbrechenden Reformen durchgeführt wurden.

Distanzierung von Macron

Obwohl er offiziell noch Premierminister ist, beginnt Attal bereits, sich von Präsident Emmanuel Macron zu distanzieren. Als Vorsitzender des wichtigsten Blocks der Regierungskoalition im Parlament plant er, eine Führungsrolle zu übernehmen und die zerrütteten Reihen der Partei zu schließen. Dies könnte ihm nicht nur in seiner aktuellen Position mehr Gewicht verleihen, sondern auch seine Unabhängigkeit von Macron betonen – ein Schritt, der strategisch für seine langfristigen politischen Ambitionen ist.

Ein Auge auf die Präsidentschaftswahl 2027

Bereits im November könnte die nächste Etappe auf Attals politischem Weg folgen: die Wahl zum Vorsitzenden der Partei Renaissance. Auch wenn er sich noch nicht offiziell zur Kandidatur geäußert hat, so scheint es doch, dass diese Position für ihn ein logischer nächster Schritt ist. Die Parteiführung würde ihm nicht nur Kontrolle über die Parteikasse und die Parteibasis geben, sondern auch eine solide Grundlage für einen möglichen Präsidentschaftswahlkampf 2027 schaffen. Zwar ist der Weg bis zur Wahl noch lang und voller Unsicherheiten, doch Attal scheint entschlossen, diesen Weg zu gehen.

Der Weg ist das Ziel

Obwohl Attal erst am Anfang seiner politischen Reise steht, ist eines klar: Er hat die Präsidentschaftswahl 2027 fest im Blick. Sein geplanter Abgang aus Matignon und die damit verbundene Strategie zeigen, dass er die politische Bühne noch lange nicht verlassen will. Mit einem gut vorbereiteten Abschied und klug platzierten Schritten in Richtung Parteiführung stellt er sicher, dass man in den kommenden Jahren noch viel von ihm hören wird. Es bleibt spannend, wie sich sein Weg weiterentwickeln wird ...

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