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Aktuell · 06.07.2026 00:49

Gard: Waldbrand bei Lédénon und Bezouce bedroht Häuser – A9 zeitweise gesperrt

Ein großflächiger Vegetationsbrand hat am 5. Juli bei Lédénon und Bezouce Dutzende Hektar erfasst. Starker Mistral trieb die Flammen Richtung Wohngebiete, die A9 wurde zwischenzeitlich gesperrt. Hunderte Einsatzkräfte und Löschflugzeuge sind im Einsatz, Anwohner…

Gard – 05.07.2026: Ein rasch um sich greifender Vegetationsbrand hat am Sonntag bei Lédénon und Bezouce weite Garrigue- und Waldbestände erfasst und Wohngebiete bedroht. Nach Angaben der Präfektur breitete sich das Feuer am späten Nachmittag unter starkem Mistral in kurzer Zeit aus, Flammenfronten mehrerer hundert Meter Länge griffen in Richtung bebauter Zonen über. Die Behörden riefen die Bevölkerung zur Vorsicht auf und aktivierten den Ordnungs- und Rettungsplan für Waldbrände.

Vor Ort kämpften zahlreiche Einheiten des Service départemental d'incendie et de secours (SDIS) du Gard gegen mehrere Brandachsen. Unterstützt wurden die Bodentrupps von Löschflugzeugen, darunter Canadair, die wiederholt Wasserabwürfe über den dicht bewachsenen Hängen und an der Peripherie der Ortschaften flogen. Der Einsatz konzentrierte sich darauf, die Feuerwalzen von Wohnhäusern und kritischer Infrastruktur fernzuhalten, Schneisen zu sichern und Glutnester frühzeitig zu kühlen. Wegen starker und böiger Winde aus Nordwest drehte der Brand wiederholt, was die Arbeit der Einsatzleitungen erschwerte.

Als Schutzmaßnahme ordneten die Behörden je nach Lage unterschiedliche Vorkehrungen an. Bewohner in gefährdeten Straßenzügen wurden gebeten, in geschlossenen Gebäuden zu bleiben, Rollläden zu schließen und Terrassen von brennbarem Material zu räumen. In besonders exponierten Sektoren wurden Anwohner vorsorglich zu Sammelpunkten geleitet oder zeitweise evakuiert. Die Präfektur wies darauf hin, Zufahrten für Rettungsfahrzeuge freizuhalten und Sichtbehinderungen durch Rauch zu berücksichtigen.

Auf der Autobahn A9 kam es infolge dichter Rauchschwaden und des Überflugs der Löschmittelträger zu temporären Sperrungen und Umleitungen. Die Verkehrszentrale empfahl, den Abschnitt weiträumig zu umfahren und Hinweise der Gendarmerie zu befolgen. Auch Departementsstraßen in der Nähe der Brandherde wurden gesichert, um Platz für Tanklöschfahrzeuge und mobile Einsatzstäbe zu schaffen.

Zur Brandursache lagen am Abend keine gesicherten Erkenntnisse vor. Die Einsatzkräfte warnten, dass die Kombination aus ausgedörrter Vegetation, hohen Temperaturen und Mistral die Brandgefahr deutlich erhöhe. Die Präfektur erinnerte an die geltenden Verbote: offenes Feuer im Gelände, das Abbrennen von Grünabfällen und funkenintensive Arbeiten in der Nähe von Buschwerk sind untersagt. Wer Rauch oder Flammen bemerkt, soll umgehend den Notruf wählen und sich nicht eigenständig in Gefahr begeben.

Meteorologische Prognosen deuteten für die Nacht auf anhaltenden Wind hin, wodurch Nachlöscharbeiten und Sicherungsmaßnahmen fortgesetzt werden mussten. Die Lage blieb zunächst dynamisch; die Behörden kündigten Aktualisierungen an, sobald eine genaue Abschätzung der verbrannten Fläche und der Schäden vorliegt.

Quellen

  • Europe1
  • La Dépêche
  • Objectif Gard
  • Le Dauphiné
  • TF1info
  • franceinfo

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