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Aktuell · 03.07.2026 20:09

Großbrand in Canet-en-Roussillon: Hunderte Bungalows zerstört, Tausende evakuiert

Zwischen Sainte-Marie-la-Mer und Canet-en-Roussillon haben Feuer in der Nacht zu Donnerstag mehrere Campingplätze verwüstet. Hunderte Unterkünfte brannten aus, rund 3.000 Menschen wurden zeitweise in Sicherheit gebracht. Am Freitag meldeten die Behörden das Feuer weitgehend…

Canet-en-Roussillon – 03.07.2026: Ein Großbrand, der in der Nacht zum 2. Juli zwischen Sainte-Marie-la-Mer und Canet-en-Roussillon ausbrach, hat mehrere Campingplätze an der Mittelmeerküste schwer getroffen. In den betroffenen Anlagen gingen zahlreiche Bungalows und Mobilheime vollständig in Flammen auf; insgesamt wurden mehrere hundert Unterkunftseinheiten zerstört. Die Präfektur der Pyrénées-Orientales und der Feuerwehrdienst SDIS 66 veranlassten großangelegte Evakuierungen. Nach übereinstimmenden Angaben mussten zeitweise rund 3.000 Menschen ihre Unterkünfte verlassen, darunter viele Urlauberinnen und Urlauber in der Hochsaison.

Kommunale Dienste richteten Notunterkünfte ein, Freiwillige verteilten Wasser, Kleidung und Hygieneartikel. Viele Familien konnten nur das Nötigste mitnehmen und warteten zunächst mit sehr begrenztem Gepäck. In einem besonders betroffenen Campingplatz wurden nach ersten Zählungen mehr als 250 Bungalows vernichtet; weitere Schäden kamen in benachbarten Anlagen hinzu. Straßenabschnitte wurden zur Sicherung der Einsatzfahrzeuge gesperrt; Anwohnende wurden aufgefordert, den Bereich zu meiden und Fenster wegen der Rauchbelastung geschlossen zu halten.

An den Löscharbeiten beteiligten sich zahlreiche Bodeneinheiten, unterstützt von Helikoptern und Wasserabwurfflugzeugen. Die Behörden meldeten den Brand am Freitagmorgen als eingedämmt beziehungsweise fixiert, wiesen jedoch auf weiterhin aktive Glutnester hin. Besonders sensibel war der Bereich nahe des Hafen- und Industrieareals, wo die Rauchentwicklung zeitweise stark blieb. Die Präfektur kündigte fortgesetzte Kontrollen der Luftqualität und eine schrittweise Aufhebung von Absperrungen an, sobald es die Lage zulässt.

Betroffen war auch das Werftgelände der Catana Group in Canet-en-Roussillon. Zwei Betriebsgebäude wurden beschädigt. Einsatzkräfte und Beschäftigte konnten jedoch zentrale Fertigungswerkzeuge und Formen sichern, die für die Serienproduktion von Katamaranen entscheidend sind. Das Unternehmen dankte Feuerwehr und Behörden für das koordiniert schnelle Vorgehen und betonte, dass die Sicherung der Produktionsmittel für die Wiederaufnahme des Betriebs und den Schutz von Arbeitsplätzen maßgeblich sei.

Nach Angaben der Präfektur wurden mehrere Zivilpersonen, Feuerwehrleute und Polizeibeamte leicht verletzt oder wegen Rauchgasinhalation medizinisch versorgt. Für Betroffene wurden Informationspunkte eingerichtet, an denen Fragen zu Rückkehr, Dokumentenersatz und Versicherungen gebündelt werden. Die Ermittlungen zur Brandursache laufen; die zuständigen Dienste prüfen meteorologische Faktoren, Vegetationslage und mögliche menschliche Auslöser. Bürgermeisteramt und Departementsvertretung sagten Unterstützung beim Wiederaufbau zu. Während Aufräum- und Sicherungsarbeiten anlaufen, bleibt für Anwohnende und Rückkehrende die Empfehlung bestehen, Absperrungen zu respektieren und sich über offizielle Kanäle zu informieren.

Quellen

  • Franceinfo
  • TF1 Info
  • Le Parisien
  • Präfektur der Pyrénées-Orientales
  • Catana Group

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