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Aktuell · 11.07.2026 07:08

Großbrand in der Drôme: Armee unterstützt Feuerwehr mit 120 Soldaten

Ein großflächiges Waldfeuer im Bergland der Drôme hält Einsatzkräfte in Atem. Dörfer wurden evakuiert, mehr als 3.000 Hektar brannten. Zur Entlastung der Feuerwehr sind 120 Soldaten im Einsatz.

Die – 11.07.2026: In der französischen Drôme kämpfen Feuerwehr und Rettungsdienste weiterhin gegen ein ausgedehntes Wald- und Buschfeuer, das seit Ende Juni immer wieder auflodert. Nach Angaben der Behörden wurden in den vergangenen Tagen mehrere Ortschaften vorsorglich geräumt. Dichte Rauchschwaden und auffrischender Wind erschweren die Arbeit am Boden, während die Temperaturen in der Region hoch bleiben. Schätzungen zufolge hat das Feuer bereits mehr als 3.000 Hektar Vegetation erfasst. Eine unmittelbare Entwarnung gibt es nicht.

Zur Unterstützung der zivilen Kräfte verlegte der Staat rund 120 Soldaten in das betroffene Berggebiet. Das Militär sichert unter anderem Evakuierungszonen, hilft bei der Anlage von Brandschneisen und unterstützt Logistik und Nachschub für die überörtlich zusammengezogenen Feuerwehreinheiten. Aus mehreren Départements trafen zudem zusätzliche Kolonnen der Feuerwehr ein. Zeitweise sind Hunderte Kräfte im Einsatz, koordiniert durch den Département-Feuerwehrverband SDIS Drôme und die Präfektur.

Die Einsatzleitung setzt schwerpunktmäßig auf Maßnahmen am Boden: Baumaschinen öffnen Schneisen, Vegetationssäume werden zurückgeschnitten, und in ausgewählten Bereichen kommen Gegenfeuer zum Einsatz, um Flammenfronten auszubremsen. Luftunterstützung bleibt begrenzt, doch wurden nach nationaler Priorisierung weitere Wasserflugzeuge und Löschhubschrauber angefordert. Über Einsätze aus der Luft wird je nach Sicht, Wind und der Lage in anderen Brandgebieten entschieden.

Betroffen ist vor allem das Umfeld der Stadt Die und benachbarter Bergdörfer. Campingplätze und einzelne Freizeitanlagen wurden geräumt, Zufahrten abschnittsweise gesperrt. Die Behörden riefen Anwohnerinnen und Anwohner auf, Durchsagen strikt zu befolgen und Absperrungen nicht zu umgehen. Eine Rückkehr in geräumte Gebiete ist erst nach offizieller Freigabe möglich. Für besonders betroffene Familien und Touristen stehen in umliegenden Gemeinden Notunterkünfte bereit.

Fachstellen wie das europäische Feuerinformationssystem EFFIS verweisen auf eine für Anfang Juli ungewöhnlich hohe Brandgefahr. Nach einer ausgeprägten Trockenphase sorgt die Kombination aus Hitze, Wind und teils schwer zugänglichem Gelände für rasch wechselnde Branddynamiken. Neben Wohnhäusern sind auch landwirtschaftliche Flächen und Weinberge bedroht; lokale Vertreter warnen vor Ernte- und Infrastrukturschäden.

Die Koordination zwischen Präfektur, Innenministerium und SDIS wird fortlaufend angepasst. Offizielle Lageberichte geben Auskunft zu möglichen Lockerungen von Sperrungen und zur schrittweisen Rückkehr evakuierter Bewohner. Die Bevölkerung wird gebeten, unnötige Fahrten in die Einsatzräume zu vermeiden, Rauch zu meiden und bei Sicht von Glutnestern umgehend den Notruf zu wählen.

Quellen

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