Aktuell · 24.06.2026 11:10
Großbritannien erlebt heißesten Juni-Tag seit 1976 mit 38 Grad
Am 24. Juni 2026 wurde im Vereinigten Königreich mit 38 °C eine neue Rekordtemperatur für den Monat Juni gemessen. Die bisherige Bestmarke von 35,6 °C aus dem Jahr 1976 wurde deutlich übertroffen.
London – 24.06.2026: Am 24. Juni 2026 wurde im Vereinigten Königreich die bisher höchste Temperatur für den Monat Juni verzeichnet. Mit 38 Grad Celsius wurde der 46 Jahre alte Rekord von 35,6 Grad aus dem Jahr 1976 deutlich übertroffen. Diese Rekordtemperatur macht den Juni 2026 zum heißesten Monat Juni seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Land.
Grund für die ungewöhnliche Hitzewelle ist ein mächtiges Hochdruckgebiet, das heiße Luftmassen aus Nordafrika nach Westeuropa lenkt. Bereits in Spanien und Portugal wurden zwischen dem 20. und 23. Juni Temperaturen von bis zu 44 Grad Celsius registriert. In Großbritannien führten diese Bedingungen zu einer der stärksten Hitzewellen der vergangenen Jahrzehnte.
Bereits am 25. Mai 2026 hatte das Land neue Temperaturrekorde aufgestellt: Mit 34,8 Grad in den Royal Botanic Gardens in London wurde der bisherige Mai-Höchstwert von 32,8 Grad, der seit 1922 und 1944 Bestand hatte, übertroffen. Die britische Wetterbehörde Met Office hat das aktuelle Wetterereignis als "beispiellos" eingestuft.
Die hohen Temperaturen bergen gesundheitliche Risiken, vor allem für ältere Menschen, Kinder und Personen mit Vorerkrankungen. Das Met Office warnt deshalb vor den möglichen Folgen der Hitzewelle und empfiehlt, sich ausreichend mit Flüssigkeit zu versorgen sowie direkte Sonneneinstrahlung in den heißen Tagesstunden zu meiden. Die Temperaturen steigen deutlich über das typische Juni-Maximum von etwa 20 bis 22 Grad an.
Die britischen Behörden haben bereits verschiedene Maßnahmen ergriffen, um die Bevölkerung zu schützen. Dabei geht es neben offiziellen Gesundheitswarnungen auch um Hinweise zur Vermeidung körperlicher Anstrengung zur Mittagszeit sowie um Aufklärung über symptomatische Anzeichen von Hitzeerschöpfung oder Hitzschlag.
In der Öffentlichkeit wächst die Sorge, dass diese Extremwetterereignisse eine Folge des globalen Klimawandels sind. Wissenschaftliche Studien belegen einen Zusammenhang zwischen der Erderwärmung und der zunehmenden Häufigkeit und Intensität von Hitzewellen weltweit. Die neue Rekordtemperatur in Großbritannien verdeutlicht die Dringlichkeit verstärkter Klimaschutzmaßnahmen, um die Folgen solcher Extremereignisse einzudämmen und künftig besser vorzubeugen.
Die aktuelle Hitzewelle steht beispielhaft für die immer häufiger auftretenden Wetterextreme, mit denen viele Länder in den kommenden Jahren rechnen müssen. Experten fordern daher neben Anpassungsstrategien auch eine entschlossene politische Antwort zur Senkung der Treibhausgasemissionen.
Diese Entwicklung wird von Wetterdiensten sowohl regional als auch international aufmerksam verfolgt, da Europa insgesamt von steigenden Temperaturen betroffen ist. Die Rekorde in Großbritannien markieren einen Wendepunkt im Umgang mit Klimaextremen im Vereinigten Königreich und der weiteren Region.
Quellen
- Met Office
- Wetter2.com
- Mallorca Services
- Die Zeit
- ITV News