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Aktuell · 08.07.2026 01:04

Hauptverdächtige im Paketanschlag von Monaco tot nahe Kiew gefunden – zwei Festnahmen

Ukrainische Behörden haben die 39-jährige Frau, die nach einem Paketanschlag in Monaco international gesucht wurde, erschossen aufgefunden. Zwei Männer wurden festgenommen; die Ermittler prüfen mögliche Verbindungen zu Sicherheitsdiensten und Finanzflüsse, auch in Kryptowährungen.

Kiew – 08.07.2026: In der Ukraine ist die 39-jährige Frau tot aufgefunden worden, die nach einem Paketanschlag in Monaco per Interpol-Fahndung gesucht wurde. Nach Angaben der ukrainischen Generalstaatsanwaltschaft wurde der Leichnam nahe Kiew mit Schussverletzungen entdeckt. Die Ermittlungen laufen in enger Abstimmung zwischen ukrainischen Stellen und internationalen Partnern.

Der Anschlag in Monaco vom 29. Juni hatte einen wohlhabenden, in der Ukraine geborenen Unternehmer schwer verletzt; zwei weitere Personen, darunter ein Kind, wurden leicht verletzt. Die Behörden im Fürstentum verfolgen Spuren zu Auftraggebern und logistischen Helfern. Forensische Untersuchungen am Sprengsatz sollen Rückschlüsse auf Herkunft der Komponenten und den Zündmechanismus ermöglichen. Laut Ermittlern liegt der Schwerpunkt derzeit auf Tatablauf, möglichen Mittäterinnen und Mittätern sowie der Finanzierungsstruktur.

Ukrainische Ermittler teilten mit, zwei Männer im Zusammenhang mit dem Tod der Verdächtigen festgenommen zu haben. Medienberichten zufolge handelt es sich bei einem der Beschuldigten um einen aktiven Offizier des Militärischen Auslandsgeheimdienstes HUR, beim anderen um einen ehemaligen Polizeibeamten. Die Staatsanwaltschaft und der Sicherheitsdienst SBU ermitteln wegen vorsätzlicher Tötung; Unschuldsvermutung gilt. Ein Motiv nannten die Behörden bislang nicht, prüfen aber mögliche berufliche oder kriminelle Verbindungen.

Nach bisherigen Darstellungen sollen Geldflüsse zwischen der Getöteten und den Festgenommenen nachweisbar sein. Die Ermittler werten Zahlungswege in konventionellen Währungen und in Kryptowährungen aus. Entscheidend ist, ob die finanzielle Beziehung mit der Tat in Monaco oder mit dem späteren Tod in der Ukraine in Verbindung steht. Eine Einordnung zu möglichen Auftraggebern nehmen die Behörden erst nach Abschluss forensischer Prüfungen vor.

Die Justiz in Monaco koordiniert ihre Ermittlungen mit französischen und europäischen Partnern, um Beweise rechtssicher zu sichern und zuständigkeitsübergreifend verwertbar zu machen. Dazu gehört die Analyse des Explosivmaterials in spezialisierten Laboren in Frankreich. Internationale Institutionen wie Interpol unterstützen beim Austausch von Personen- und Spurendaten sowie bei Auslieferungsfragen.

Das schwer verletzte Anschlagsopfer gilt als umstrittene Unternehmerfigur und steht ukrainischen Berichten zufolge seit Jahren auf nationalen Sanktionslisten. Beobachter schließen politische Hintergründe nicht aus; die Ermittler vermeiden jedoch Spekulationen und konzentrieren sich auf belastbare Spuren. Die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft kündigte an, Zwischenergebnisse öffentlich zu machen und über mögliche Anklagen zu informieren. Bis dahin bleiben viele Details, darunter die exakte Tatwaffe und der Ablauf der Tötung nahe Kiew, Gegenstand laufender Ermittlungen.

Quellen

  • Associated Press
  • Reuters
  • The Guardian
  • Ukrainska Pravda
  • Euronews
  • franceinfo

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