Es ist nicht einfach, die uralte Tradition der Märkte in den Städten und Dörfern Frankreichs aufrechtzuerhalten. Die Händler werden immer seltener, wie im Departement Hérault, wo einige Bürgermeister immer öfters Initiativen ergreifen.
Es ist 9 Uhr, Zeit für die Einwohner von Sussargues (Hérault), einzukaufen. In ihrem Korb befindet sich Obst und Gemüse von einem Bio-Gemüsebauern, der seit zehn Jahren samstags auf den Gemeindemarkt kommt. „Ich boykottiere die großen Supermärkte und kaufe lieber bei Leuten, die Qualität herstellen“, erklärt eine Kundin auf dem Sender France 2. Auf dem kleinen Samstagsmarkt sind jedoch nur sehr wenige Händler vertreten. Je nach Woche sind es zwischen drei und sieben. „Ich finde, es fehlt ein Metzger“, beklagt eine Frau.
Um weitere Händler zu finden, hat der Gemüsebauer die Gemeinde gebeten, am Ortseingang Banner aufzustellen. „Das hat funktioniert, es gibt viele Händler, die gekommen sind, weil sie die Werbung gesehen haben“, sagt Bio-Gemüsebauer Rachid Kabbour. Einige Händler haben zwar auf den Aufruf reagiert, aber nur wenige wollen dauerhaft auf den Markt im Dorf kommen. Die Begeisterung der Kunden für die kleinen Märkte ist mittlerweile wieder so groß, dass im Departement Hérault jedes Jahr zehn neue Märkte gegründet werden. Das sorgt natürlich für starke Konkurrenz zwischen den einzelnen Ortschaften…
Abonniere einfach den Newsletter unserer Chefredaktion!









