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Aktuell · 24.06.2026 12:29

Hiam Abbass über „Seuls les rebelles“: „Kino ist eine Form der Übermittlung unserer Geschichten“

Die Schauspielerin Hiam Abbass spricht im Interview über ihre Rolle in „Seuls les rebelles“ von Danielle Arbid, ihre internationale Karriere und ihre Hoffnungen für den Frieden in Palästina.

Paris – 24.06.2026: Im Gespräch mit der Schauspielerin Hiam Abbass, die derzeit in „Seuls les rebelles“ von Danielle Arbid zu sehen ist, erfährt man viel über ihre vielseitige Karriere und ihre persönlichen Hoffnungen.

Die 1960 in Nazareth geborene Hiam Abbass hat sich als Schauspielerin und Regisseurin international einen Namen gemacht. Bekannt wurde sie unter anderem durch ihre Rollen in „Paradise Now“ (2005) und „Blade Runner 2049“ (2017). In „Seuls les rebelles“ verkörpert sie Suzanne, eine palästinensische Libanesin, die sich in den jungen sudanesischen Migranten Osmane verliebt. Der Film, der am 12. Februar 2026 in der Panorama-Sektion der Berlinale Premiere feierte, behandelt Themen wie Exil, Rassismus und die Möglichkeit der Liebe in einer von Konflikten geprägten Welt.

Im Interview hebt Abbass die Bedeutung des Films als Akt des Widerstands hervor. Sie beschreibt die Beziehung zwischen Suzanne und Osmane als mutigen Schritt gegen gesellschaftliche Konventionen und als Ausdruck persönlicher Freiheit. „Ihre Liebe ist ein Akt des Widerstands, ein Mittelfinger gegen die Gesellschaft“, sagt sie.

Neben ihrer Schauspielkarriere engagiert sich Abbass auch als Regisseurin. Ihren Film „Héritage“ (2012) widmete sie den Herausforderungen der palästinensischen Diaspora. Zudem spielt sie in der Serie „Succession“ von 2018 bis 2023 die Rolle der Marcia Roy – eine Performance, die ihr eine Primetime-Emmy-Nominierung einbrachte.

Abseits der Leinwand setzt sich Abbass für Frieden in ihrer Heimat Palästina ein. Sie hofft auf eine dauerhafte und gerechte Lösung des Nahostkonflikts und betont die Wichtigkeit von Dialog und Verständnis zwischen verschiedenen Kulturen und Religionen. „Kino oder Kunst sind Mittel, unsere Geschichten zu übermitteln und die Stimmen derjenigen zum Klingen zu bringen, die sonst verstummen würden“, erklärt sie.

„Seuls les rebelles“ läuft seit dem 6. Mai 2026 in den französischen Kinos und bietet einen tiefen Einblick in die komplexen sozialen und politischen Verhältnisse des Libanon. Die französisch-libanesische Regisseurin Danielle Arbid konnte durch Abbass’ kraftvolle Darstellung eine eindrucksvolle Geschichte erzählen, die den Zuschauer zum Nachdenken anregt.

Abbass’ Engagement für vielfältige Rollen und gesellschaftlich relevante Themen macht sie zu einer bedeutenden Persönlichkeit des internationalen Films. Ihre künstlerische Arbeit verbindet persönliche Erfahrungen mit globalen Anliegen und trägt so zu einem besseren Verständnis von Konflikten, Migration und kultureller Identität bei. Für weitere Informationen über den Film und Abbass’ Projekte empfiehlt sich ein Besuch auf den offiziellen Webseiten der Produktionsfirmen und des Films.

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