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Alle Artikel · 21.04.2025 07:45

Hochwasser in der Dordogne: Der Fluss Isle steigt weiter – Scheitelpunkt in Périgueux für 18 Uhr erwartet

Die Region Dordogne erlebt derzeit einen kritischen Anstieg der Wasserpegel – insbesondere entlang des Flusses Isle. Am Montagvormittag war die Lage weiter angespannt, wie die aktualisierten Angaben der Präfektur Dordogne zeigen. Besonders betroffen sind...

Die Region Dordogne erlebt derzeit einen kritischen Anstieg der Wasserpegel – insbesondere entlang des Flusses Isle. Am Montagvormittag war die Lage weiter angespannt, wie die aktualisierten Angaben der Präfektur Dordogne zeigen. Besonders betroffen sind Périgueux und die weiter westlich gelegene Gemeinde Mussidan, wo der Höchststand erst am Dienstag erwartet wird.

Die Flüsse in der Gegend sind – metaphorisch gesprochen – wie tickende Wasserbomben, die jeden Moment überlaufen können.

https://twitter.com/lanouvellerep_/status/1914221737761202215

Météo France hält weiterhin die Warnstufe Orange für die Isle und die Vézère aufrecht. Für Périgueux wurde der Scheitelpunkt des Hochwassers auf Montag, 18 Uhr, verschoben – ursprünglich war der Mittag angedacht. Laut Präfektur verlaufen die Pegelstände allerdings im Rahmen der Vorhersagen.

Weiter flussabwärts, in Mussidan, wird das Hochwasser voraussichtlich am Dienstag seinen Höhepunkt erreichen.

https://twitter.com/The24hNews/status/1914220188880285892

In der Vézère beginnt langsam die Entspannung. Zwischen 9 Uhr und Mittag am Montag sollte die Flut zurückgehen. Besonders heftig hatte es Montignac getroffen, wo der Pegel am Morgen über fünf Meter lag – ein Anstieg um satte vier Meter innerhalb von nur 24 Stunden.

Der Bürgermeister von Montignac, Laurent Mathieu, beschrieb die Situation als „ruhige Nacht mit leichter Flut“. Bereits am Sonntagabend war das Wasser wieder gestiegen, aber alles blieb unter Kontrolle. Man hatte dort bereits Schutzmaßnahmen für eine Überflutung bis 6,5 Meter vorbereitet. Und so blieb die Situation – trotz steigender Wasserstände – weitgehend entspannt.

Trotzdem: Über 1.000 Haushalte waren am Montagmorgen ohne Strom. Der Grund? Umgestürzte Bäume, die in der Nacht von Sonntag auf Montag Stromleitungen beschädigten. Ein unangenehmer Nebeneffekt des extremen Wetters.

https://twitter.com/iciperigord/status/1914212769143967850

Die Hilfskräfte arbeiteten im Akkord: 25 Feuerwehrleute und 40 Gendarmen waren im Einsatz. Die Bilanz der Nacht: etwa 20 Notfalleinsätze, 25 Häuser evakuiert – rund 100 Menschen mussten ihre Unterkünfte verlassen. Besonders hart traf es die Campingplätze im Vézère-Tal: Acht davon wurden vollständig evakuiert.

Aber nicht nur Isle und Vézère fordern Aufmerksamkeit. Auch zwei weitere Flüsse stehen unter Beobachtung.

Der Ceou, der durch die Departements Lot und Dordogne fließt, zeigte am Montagmorgen erste Anzeichen einer Entspannung – seine Pegel sinken. Anders sieht es bei der Dronne aus. Dieser Fluss, der sich durch fünf Departements zieht, speist letztlich die Isle bei Coutras (Gironde). Hier wird der Hochwasserscheitelpunkt für den späten Montagvormittag erwartet.

Ein Flusspegel, der sich binnen 24 Stunden um vier Meter erhöht – das ist nicht nur eine Zahl, das ist ein Naturereignis, das Existenzen bedrohen kann.

Was bleibt, ist eine Mischung aus Erleichterung, dass die Schutzmaßnahmen greifen – und Sorge, dass sich das Wetter nicht erneut gegen die Region wendet. Die Pegelstände entwickeln sich dynamisch, und jeder Tag bringt neue Herausforderungen für Bewohner und Einsatzkräfte.

Von Andreas M. Brucker

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