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À la une · 10.01.2022 09:08

Impfpass: 28 Abgeordnete haben seit dem 1. Januar Todesdrohungen erhalten

In den Demonstrationszügen gegen den Impfpass, an denen am Samstag, den 8. Januar, mehr als 100.000 Menschen teilnahmen, rufen Radikale zu gewalttätigen Aktionen auf. Seit Wochen erhalten Parlamentarier Morddrohungen, weil sie die Impfpolitik der...

In den Demonstrationszügen gegen den Impfpass, an denen am Samstag, den 8. Januar, mehr als 100.000 Menschen teilnahmen, rufen Radikale zu gewalttätigen Aktionen auf. Seit Wochen erhalten Parlamentarier Morddrohungen, weil sie die Impfpolitik der Regierung unterstützen.

Immer mehr Abgeordnete werden von radikalen "Antivax"-Gruppen gewalttätig angegriffen. Die Abgeordneten der LREM-Mehrheit (La République en Marche) sind die ersten, die ins Visier genommen und immer häufiger auch mit dem Tod bedroht werden. Yaël Braun-Pivet, Vorsitzende des Rechtssausschusses in der Nationalversammlung, erhielt vor drei Tagen einen Drohbrief, nachdem sie über den Entwurf zum Impfpass abgestimmt hatte. "Feuer wird kommen, wenn du schläfst (...) schau dich immer um. Deine Bastarde werden auch untergehen", heißt es darin.

28 Abgeordnete haben seit dem 1. Januar Morddrohungen erhalten.
Jacques Maire, Abgeordneter der LREM des Departements Hauts-de-Seine, wurde ebenfalls bedroht und steht nun unter verstärktem Polizeischutz. "Man spürt eine Welle aufsteigen", sagt er gegenüber France 3. Seit der Debatte über den geplanten Impfpass hat sich die Gewalt verschärft. "Ich denke ernsthaft darüber nach, dich zu köpfen", stand in einer Mitteilung an Agnès Firmin Le Bodo, Abgeordnete (Agir ensemble) des Départements Seine-Maritime. Seit dem 1. Januar 2022 haben bereits 28 Abgeordnete Todesdrohungen erhalten. Im Jahr 2021 wurden 200 ähnliche Vorfälle gezählt. Das Phänomen hat ein solches Ausmaß angenommen, dass die Regierung die Präfekten aufgefordert hat, den Schutz der Abgeordneten zu verbessern.

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