Impfstoff gegen Covid-19: In Okzitanien dürfen die Apotheker bald impfen und haben Angst, überrannt zu werden

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Auch Apotheken werden in Kürze Impfungen vornehmen können

Ab Ende Februar dürfen Apotheker die Allgemeinheit gegen Covid-19 impfen. Im Südwesten befürchten sie zahlreiche logistische Probleme.

Und was wäre, wenn in Okzitanien durch die Ankunft des AstraZeneca-Impfstoffs die Covid-19-Impfkampagne einen Gang höher geschaltet werden könnte? Dieser Neuling in der Impflandschaft wird nur für Personen unter 65 Jahren empfohlen und kann auf einfache Art und Weise gelagert werden, was es auch Apothekern ermöglicht, die Impfung direkt an die berechtigten Personen zu verabreichen. Ab dem 17. Februar erhalten alle 1.980 Apotheken in der Region die ersten Dosen des von der Universität Oxford entwickelten Impfstoffs.

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Tipp der Redaktion

In der Region wird diese neue Etappe der Impfkampagne in zwei Schritten stattfinden: “Bereits nächste Woche wird es eine erste Lieferung von Dosen des Impfstoffs von AstraZeneca geben”, sagt Bruno Galan, Vorstandsvorsitzender des Apothekerordens von Okzitanien. Diese ersten Dosen werden von den Apothekern entgegengenommen, die dann für die Abgabe an die Allgemeinmediziner und Krankenschwestern verantwortlich sind. Es sind diese medizinischen Fachkräfte, die zunächst für die Verabreichung des AstraZeneca-Impfstoffs verantwortlich sein werden.”

Welche Terminplanung?
Ab Ende Februar werden, vorbehaltlich der Genehmigung durch die französischen Gesundheitsbehörden, Apotheken und Drogerien berechtigt sein, den Impfstoff an jede in Frage kommende Person direkt zu verabreichen. “Die erste Stufe der Impfung wäre für Menschen im Alter zwischen 50 und 64 Jahren”, sagt Bruno Galan.

Diese Öffnung des Impfens stellt die Apotheken jedoch vor eine Reihe von logistischen Problemen. Beginnend mit der Terminvereinbarung für Personen, die sich den Impfstoff in der Apotheke verabreichen lassen wollen. Die Buchung von Terminslots ist vorerst nur telefonisch geplant: “Wir haben von den Online-Plattformen keine Anfragen erhalten, das alles zu organisieren, alles wird telefonisch erledigt. Jede Apotheke wird ihren eigenen Zeitplan verwalten”, sagt Bruno Galan.

15 Patienten pro Tag pro Apotheke
Die Apotheker in der Region befürchten jedoch, dass sie die gleichen Qualen erleben werden wie die Impfzentren: “Die Nachfrage wird besonders hoch sein, wir werden wahrscheinlich von Anrufen überrollt werden”, sagt Bruno Galan. “Wir haben bereits Kunden, die sich schon jetzt auf Wartelisten eintragen wollen.”

Zumal die zur Verfügung stehenden Dosen und Termine begrenzt sein werden: Die Apotheker müssen laut dem geltenden Protokoll mindestens 20 Minuten mit jedem geimpften Patienten verbringen. “Jeder Apotheker könnte so etwa 15 Impfkunden pro Tag betreuen”, meint Bruno Galan.

Die Apotheker fangen jedoch nicht bei Null an: Sie wollen das Gesundheitsprotokoll, das im Rahmen der Grippeimpfkampagne eingeführt wurde, neu anpassen. “Im Übrigen wissen wir bereits, wie man mit Impfungen umgeht.”


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