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Alle Artikel · 12.10.2023 08:28

Impfstoff gegen Katzenallergie befindet sich derzeit in der Testphase

Ein französisch-kanadisches Biotechnologieunternehmen entwickelt derzeit einen therapeutischen Impfstoff gegen Katzenallergie. Das frankokanadische Unternehmen Angany gab am Montag, dem 9. Oktober, in einer Pressemitteilung bekannt, dass die klinischen Tests zur Entwicklung eines therapeutischen Impfstoffs für...

Ein französisch-kanadisches Biotechnologieunternehmen entwickelt derzeit einen therapeutischen Impfstoff gegen Katzenallergie.

Das frankokanadische Unternehmen Angany gab am Montag, dem 9. Oktober, in einer Pressemitteilung bekannt, dass die klinischen Tests zur Entwicklung eines therapeutischen Impfstoffs für Patienten mit Katzenallergie soeben begonnen haben.

Der Impfstoff mit dem Namen ANG-101 wird aus einem "Bioteilchen gebildet, das die Form und Größe eines Virus nachahmt und dessen Oberfläche mit Tausenden von Kopien des Hauptallergens der Katze, dem Fel d1-Protein, bedeckt ist".

Bei ersten Tests an Tieren löste es "eine sehr starke Produktion von Antikörpern aus, die die allergische Reaktion blockieren können", so der Mitbegründer von Angany Loïc Faye. Nach den erfolgreichen Tests an Tieren wurde der Impfstoff jetzt für die Testphase am Menschen zugelassen.
Die derzeit entwickelte Behandlung von Allergien, besteht aus der Injektion steigender Dosen von Allergenextrakten. Dies ist jedoch ein in der Regel langwieriges und nicht immer wirksames Vorgehen. Die andere Möglichkeit ist die Linderung der Allergiesymptome durch Antihistaminika. Insofern wäre der Impfstoff, wenn seine Wirksamkeit nachgewiesen wird, ein echter Fortschritt: Er sollte die Patienten über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten und bis zu einem Jahr von der Allergie befreien.

Laut dem Sender BFMTV hat das Unternehmen Angany die Katzenallergie ausgewählt, weil sie relativ schnell und einfach zu diagnostizieren ist: Die Augen brennen, der Hals kratzt und die Atmung wird pfeifend. Und es ist eine Allergie, die im Gegensatz zu Pollenallergien zu jeder Jahreszeit auftritt. Die Forschung und Versuche können sich daher über das ganze Jahr erstrecken.

Außerdem ist das Allergen, das die Allergie auslöst, bei 90 % der Betroffenen gleich, was die Arbeitsgrundlage für die Forschungsteams vereinfacht. Das Start-up erklärt, "mit einem Arzneimittelkandidaten für Katzenallergie zu beginnen, ist ein vorsichtiger erster Schritt", insbesondere da die Folgen der Katzenallergie im Gegensatz zu anderen Allergiearten selten schwerwiegend sind.

Hinter dieser Technologie steht das französisches Start-up-Unternehmen Angany Genetics, das 2010 gegründet wurde. Das Unternehmen ging 2017 in kanadischen Besitz über und wurde in Angany umbenannt.

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