Trotz des Baus neuer Reaktoren wird Frankreich die Laufzeit seiner Kraftwerke verlängern müssen. Einige sind bereits zwischen 30 und 40 Jahre alt.
In welchem Alter werden die französischen Atomreaktoren in Rente gehen können? Ursprünglich sollten sie 40 Jahre genutzt werden, später wurden es 50 Jahre, wenn die technischen Untersuchungen dies zulassen. Der Stromerzeuger EDF empfiehlt nun, die Kernkraftwerke 60 Jahre oder länger zu nutzen. Der jüngste Reaktor im nationalen Bestand befindet sich in Civaux (Vienne). Er ist erst 25 Jahre alt, aber bereits seit über einem Jahr aufgrund von Korrosionsproblemen stillgelegt. „Unsere Aufgabe ist es, zu unterhalten und ggf. zu reparieren. Wir sind bereit, weitere zehn Jahre zu starten“, sagt Kraftwerksdirektor Christophe Rieu auf dem Sender France 2.
Die EDF ist der Meinung, dass die Lebensdauer seiner Reaktoren um zehn Jahre verlängert werden kann. Fünf sind 20 Jahre und älter, etwa 30 sind über 30 Jahre alt und 21 haben 40 Jahre überschritten. Die verschiedenen Altersgruppen der Reaktoren müssten jeweils fast alle zur gleichen Zeit abgeschaltet werden. „Ihre Abschaltung zu verzögern, indem man einen Teil des Anlagenparks verlängert, ist sehr wichtig (…) das wird die Energieunabhängigkeit des Landes erleichtern“, sagt Ludovic Dupin von der französischen Gesellschaft für Kernenergie (SFEN). Einige Kraftwerkskomponenten können jedoch im Falle eines auftretenden Fehlers nicht ersetzt werden, wie z. B. die Betonhülle oder der Reaktordruckbehälter.
Abonniere einfach den Newsletter unserer Chefredaktion!









