Aktuell · 04.07.2026 07:45
Kinostart von „Miss Mermaid“: Sozialkomödie mit Fantasietönen startet in Frankreich
Seit 1. Juli in den Kinos: Pauline Brunner und Marion Verlé erzählen in „Miss Mermaid“ von einer Frau aus Fécamp, deren Begegnung mit einer professionellen Meerjungfrau einen Neuanfang markiert. Aloïse Sauvage überzeugt laut früher…
Paris – 04.07.2026: Die französisch-belgische Produktion „Miss Mermaid“ der Regisseurinnen Pauline Brunner und Marion Verlé ist seit dem 1. Juli 2026 landesweit in französischen Kinos zu sehen. Im Mittelpunkt steht Fanny, eine frisch geschiedene Haushaltshilfe aus Fécamp in der Normandie. Verschuldet und auf der Suche nach Autonomie, stößt sie zufällig auf die Mermaiding-Szene – professionelle Darstellerinnen, die als Meerjungfrauen auftreten. Diese Begegnung öffnet ihr einen ungewohnten Raum zwischen Alltagsrealität und Fantasie und setzt eine persönliche Neuorientierung in Gang.
Aloïse Sauvage übernimmt die Hauptrolle; im Ensemble spielen zudem Annie Mercier, Thomas VDB und Alison Wheeler. Produziert wurde der Film von Folivari, Panique und France 3 Cinéma, den französischen Verleih übernimmt Jour2fête. Die Laufzeit wird mit rund 92 Minuten angegeben. Nach Angaben von Branchenportalen und Verleiherlisten läuft der Titel seit dem Startdatum in Kinos in Paris und mehreren Regionen.
Kritiken ordnen „Miss Mermaid“ als warmherzige Sozialkomödie mit poetischen Akzenten ein. Gelobt wird der Tonfall, der materielle Zwänge und prekäre Arbeitssituationen ernst nimmt, zugleich aber Raum für Leichtigkeit und Komik lässt. Mehrere französische Kulturformate verweisen auf die Balance aus präziser Milieuzeichnung und sanften fantastischen Momenten, die sich vor allem in Schwimmbad- und Küstenszenen entfalten. Im Zentrum steht dabei die Figur Fanny, deren Weg in Richtung Selbstbestimmung nicht heroisiert, sondern als tastender Prozess erzählt wird.
Im Hintergrund des Projekts steht laut Pressematerial ein dokumentarischer Vorlauf: Brunner und Verlé ließen sich von einer realen Inspirationsfigur aus Fécamp anregen. Das Drehbuch stammt von Pauline Brunner, Marion Verlé und Marie Eynard. Kamera- und Szenenbildentscheidungen betonen wiederholt Wasserflächen, Hafenarchitektur und Alltagsräume, wodurch ein visuelles Gegengewicht zwischen Arbeitswelt und eskapistischen Momenten entsteht.
Begleitet wurde der Start von Voraufführungen in der Normandie sowie Nennungen in Festivalprogrammen. Erste Publikumsstimmen beschreiben den Film als zugänglich und empathisch; Bewertungen fallen unterschiedlich aus, markieren jedoch die Darstellung von Aloïse Sauvage als verlässlichen Anker. Der Verleih stellt eine klassische Kinotour in Aussicht, während Programmkinos den Titel für Sommerreihen listen. Für Interessierte bieten die großen Kinoplattformen Spielzeiten sowie Basisdaten zum Kreativteam an. Unabhängig vom kommerziellen Abschneiden setzt „Miss Mermaid“ auf eine regionale Verortung, die universelle Themen wie finanzielle Abhängigkeit, Care-Arbeit und die Suche nach Eigenständigkeit berührt.
Quellen
- Cineuropa
- AlloCiné
- L'Officiel des spectacles
- Normandie Images
- Urban Sales / Jour2fête PDF
- Franceinfo – Les experts cinéma