Alle Artikel · 13.03.2022 13:30
Kraftstoff: Wie werden sich die Preise in den nächsten Tagen entwickeln?
Die Kraftstoffpreise sollen am Montag, dem 14. März, wieder sinken. Ab dem 1. April gilt überall und für alle ein staatlich subventionierter Rabatt von 15 Cent pro Liter. Panik unter den Autofahrern Frankreichs. Die...
Die Kraftstoffpreise sollen am Montag, dem 14. März, wieder sinken. Ab dem 1. April gilt überall und für alle ein staatlich subventionierter Rabatt von 15 Cent pro Liter.
Panik unter den Autofahrern Frankreichs. Die Preise für einen Liter Benzin lagen weit über 2 €, egal an welcher Tankstelle, in welcher Stadt oder für welche Art von Kraftstoff. Ein Liter Diesel zu 2,30 € oder gar 2,40 €, das hatte es noch nie gegeben.
Der Preis für ein Barrel Rohöl der Sorte Brent stieg am Dienstag, 8. März, auf 128,87 € und fiel am Freitag wieder auf 112,29 € zurück. Raffiniertes Öl - der Platts-Index in Rotterdam - schoss genauso in die Höhe wie Rohöl. Auch ein Grund für den Preisanstieg war die Angst vor einem Embargo russischer Ölexporte. In Frankreich kommt ein Viertel des importierten Dieselkraftstoffs aus Russland.
Die Preise an den Zapfsäulen gingen jedoch im Laufe des Freitags, 11. März, wieder etwas zurück.
Montag, 14. März: Senkung um bis zu 35 Cent erwartet
Die Preise für Diesel sollen ab Montag, dem 14. März, um bis zu 35 Cent pro Liter sinken. Für Bleifrei 95 und 98 wird die Senkung 8 bis 10 Cent betragen. Dies gab Michel-Edouard Leclerc, der Vorstandsvorsitzende der Leclerc-Supermärkte, bekannt. Diese Preisentwicklung betreffe nicht nur seine Handelskette, sondern alle Kraftstoffhändler, so Michel-Edouard Leclerc. Diese Senkung um 35 Cent für Diesel und um 8 bis 10 Cent für Bleifrei 95 und 98 wird eine Mehrheit der Tankstellen wieder unter die Schwelle von 2 € pro Liter bringen. Ob die Preise danach stabil bleiben, bleibt abzuwarten.
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Freitag, 1. April: 15 Cent Rabatt pro Liter
Das ist die Schockmeldung des Wochenendes und die Antwort der Regierung auf den Anstieg der Kraftstoffpreise. Ab dem 1. April werden Atufahrer in Frankreich für einen Liter 15 Cent weniger bezahlen als der an der Zapfsäule angezeigte Preis. Der Rabatt wird für alle Kraftstoffe, überall in Frankreich, für Privatpersonen und Unternehmen gelten. Jean Castex verspricht einen Rabatt von 9 Euro für eine Tankfüllung von 60 Litern. Dieser "Treibstoffrabatt" wird vier Monate lang in Kraft bleiben. Die Händler werden den rabattierten Betrag vom Staat erstattet bekommen.
Eine Senkung der Steuern auf Kraftstoff kam für die Regierung jedoch nicht in Frage. Der Premierminister, der sich in der Zeitung Le Parisien äußerte, versprach, dass der "Treibstoffrabatt" es den Franzosen ermöglichen werde, die vom Staat auf den höheren Preis erhobenen Steuern zurückzubekommen. "Alles wird den Franzosen zurückgegeben", versichert Jean Castex, "ich kann nicht zulassen, dass gesagt wird, dass der Staat sich die Taschen vollstopft". Castex erklärt, dass der Treibstoffrabatt die öffentlichen Finanzen 2 Milliarden Euro kosten wird. Wenn die Kraftstoffpreise im ersten Halbjahr 2022 auf dem derzeitigen Niveau blieben, würden die Steuereinnahmen des Staates um etwas weniger als 2 Milliarden steigen.
Der Staat verlangt auch von den Ölkonzernen und Händlern, dass sie ihre Gewinnspannen ein wenig reduzieren. "Wenn der Staat sich um 15 Cent pro Liter bemüht und die Mineralölunternehmen und Händler sich beispielsweise um 5 Cent bemühen, könnten 20 Cent in die Taschen der Franzosen fließen", versicherte Jean Castex.
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