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À la une · 02.03.2022 15:31

Krieg in der Ukraine: Franzosen fragen nach Jodtabletten in den Apotheken

Letzte Woche startete Russland in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag gegen 4 Uhr morgens seine Invasion der Ukraine. Am 24. Februar haben russische Soldaten die Kontrolle über das Atomkraftwerk Tschernobyl übernommen. Einige Experten...

Letzte Woche startete Russland in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag gegen 4 Uhr morgens seine Invasion der Ukraine. Am 24. Februar haben russische Soldaten die Kontrolle über das Atomkraftwerk Tschernobyl übernommen. Einige Experten befürchten nun, dass kriegerischen Auseinandersetzungen dazu führen könnten, dass radioaktive Partikel freigesetzt werden.

Da Wladimir Putin inzwischen auch seine Abschreckungswaffen in Alarmbereitschaft versetzt hat und damit die Gefahr eines Atomkriegs heraufbeschwört, sind immer mehr Menschen beunruhigt und wollen sich schützen. Sie versuchen, sich in Apotheken mit Jodtabletten zu versorgen. Jodtabletten sollen die Gesundheitsrisiken im Falle einer nuklearen Katastrophe begrenzen. Jod schützt die Schilddrüse vor radioaktivem Jod, das im Falle einer Atomkatastrophe in die Umwelt gelangen kann. Es ist jedoch nur in Apotheken erhältlich, die sich in einer Zone von 20 km rund um ein Atomkraftwerk befinden.

Jod sollte allerdings nur auf Anweisung der Behörden eingenommen werden.
Apotheker und Mediziner weisen darauf hin, dass man niemals vorbeugend oder auf eigene Initiative eine Jodtablette einnehmen sollte. Auf der Website der französischen Regierung werden die Regeln erläutert, die im Falle einer nuklearen Katastrophe zu befolgen sind. "Im Falle eines Unfalls in einer Kernanlage, der zu Emissionen führt, die radioaktives Jod enthalten, kann die Einnahme von stabilen Jodtabletten vom Präfekten angeordnet werden, der die Bevölkerung darüber informiert. Mit stabilem Jod wird die Schilddrüse gesättigt, um zu verhindern, dass sich radioaktives Jod in ihr festsetzt".

Im Falle einer nuklearen Warnung empfiehlt die Website, sich in Sicherheit zu bringen, Gegenstände nicht zu berühren, nicht zu telefonieren und Jod nur auf Anweisung der Behörden einzunehmen.

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