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Aktuell · 30.06.2026 09:52

Lac d’Annecy: Rettungskräfte setzen Suche nach 51-Jährigem fort

Im Lac d’Annecy wird weiter nach einem 51-jährigen Mann gesucht, der von einem Boot aus im Wasser verschwunden ist. Einsatzkräfte sperrten Teile des Sees und setzten Sonar sowie Taucher ein.

Annecy – 30.06.2026: Rettungskräfte der Haute-Savoie haben am Montag die Suche nach einem 51-jährigen Mann im Lac d’Annecy fortgesetzt. Der Mann war nach Angaben der Behörden von einem Boot aus ins Wasser geraten und nicht wieder aufgetaucht. Der genaue Ablauf des Vorfalls blieb zunächst unklar. Zeugen setzten den Notruf ab, woraufhin Feuerwehr und Gendarmerie eine großangelegte Aktion einleiteten.

Koordiniert wurde der Einsatz vom Service départemental d’incendie et de secours de la Haute-Savoie (SDIS 74). Um die Arbeiten nicht zu behindern, untersagten die Behörden die Navigation in dem betroffenen Seebereich vorübergehend. Mehrere Boote, Sonargeräte und Feuerwehrtaucher waren im Einsatz, unterstützt von Kräften der Gendarmerie, die zugleich die ersten Ermittlungen aufnahm. Auch die Seenotrettung der Region und spezialisierte Teams für Unterwassersuche wurden hinzugezogen, um das Gebiet systematisch abzusuchen.

Nach übereinstimmenden Berichten lokaler Medien reiht sich der Vorfall in eine Serie tragischer Ereignisse: In den Tagen zuvor waren zwei weitere Männer am gleichen See ums Leben gekommen. Am 23. Juni wurde der Tod eines jungen Urlaubers bestätigt, dessen Leichnam später geborgen wurde. Die Häufung der Unglücke belastet die Einsatzkräfte und schärft den Fokus auf Prävention und Sicherheitsregeln an stark frequentierten Badegewässern.

Die Behörden betonten, dass die Ursache des aktuellen Verschwindens offen ist. Je nach Ermittlungslage kann die Suche in eine gerichtliche Phase übergehen, etwa wenn Hinweise auf eine Straftat oder eine tödliche Unfallfolge vorliegen. In solchen Fällen bleibt die Gendarmerie federführend für die Untersuchungen, während die Rettungsdienste die technische Suche fortsetzen. Angaben zur Identität des Vermissten über das Alter hinaus machten die Behörden zunächst nicht.

Die anhaltende Hitzewelle hat die Zahl der Bade- und Freizeitaktivitäten an Seen in der Region deutlich erhöht. Rettungsdienste erinnern deshalb an grundlegende Vorsichtsmaßnahmen: Schwimmwesten auf Booten, das Meiden von Sprüngen in unbekannte Tiefen, die Beobachtung von Wind und Wellen sowie Pausen, um Erschöpfung vorzubeugen. Auch das Schwimmen abseits gesicherter Zonen birgt Risiken durch Temperaturschocks und abrupte Tiefenwechsel.

Die Suche dauerte am Montag bis in den Abend hinein an. Über den Zustand des Vermissten und den weiteren Fortgang lagen zunächst keine gesicherten Informationen vor. Die Gendarmerie bittet Anwohnerinnen und Anwohner sowie Bootsführende, sachdienliche Hinweise zu Sichtungen im fraglichen Zeitraum zu melden.

Quellen

  • Franceinfo
  • Le Dauphiné Libéré
  • TF1 Info
  • Radio Mont-Blanc

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