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Aktuell · 14.07.2026 15:15

Lamine Yamal widerspricht Rajoy: Fußball soll Gesellschaft verbinden

Spaniens Nationalspieler Lamine Yamal hat die Aussagen des früheren Regierungschefs Mariano Rajoy über die französische Fußballnationalmannschaft zurückgewiesen. Vor dem Duell zwischen Spanien und Frankreich betonte er die integrative Kraft des Sports.

Madrid – 14.07.2026: Spaniens Fußballnationalspieler Lamine Yamal hat sich vor dem Spiel gegen Frankreich klar gegen die umstrittenen Aussagen des früheren spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy gestellt. Der Offensivspieler sagte auf einer Pressekonferenz, Fußball könne Menschen und Gesellschaften zusammenführen. Frankreich und Spanien seien aus seiner Sicht Beispiele dafür, wie Vielfalt im Sport sichtbar werde.

Auslöser der Debatte ist ein Beitrag Rajoys zur französischen Nationalmannschaft. Der frühere Regierungschef hatte die sportliche Stärke des französischen Kaders anerkannt, zugleich aber dessen Zugehörigkeit zu Frankreich infrage gestellt. Die Äußerung wurde in Frankreich und Spanien vielfach als rassistisch und fremdenfeindlich kritisiert. Sie fiel im Umfeld des anstehenden WM-Duells beider Mannschaften.

Yamal vermied eine persönliche Eskalation, setzte aber einen deutlichen inhaltlichen Kontrapunkt. Entscheidend sei, dass die Begegnung zwischen Spanien und Frankreich sportlich im Mittelpunkt stehe, erklärte der Spieler. Zugleich machte er deutlich, dass Herkunftsgeschichten von Spielern keinen Zweifel an ihrer nationalen Zugehörigkeit begründen dürften. Für ihn steht der Fußball gerade für gesellschaftliche Teilhabe.

Die französische Auswahl erhielt in den vergangenen Tagen Rückhalt aus Politik und Fußball. Philippe Diallo, Präsident des französischen Fußballverbands FFF, verurteilte Rajoys Aussagen scharf. Auch Vertreter der französischen Regierung kritisierten die Wortwahl des ehemaligen spanischen Regierungschefs. Frankreichs diplomatische Vertretung in Spanien verwies darauf, dass sämtliche Spieler des französischen Kaders die französische Staatsangehörigkeit besitzen.

Die Kontroverse betrifft auch Spanien, dessen Nationalteam selbst Spieler mit unterschiedlichen familiären Wurzeln umfasst. Yamal, der für den FC Barcelona spielt, und weitere spanische Nationalspieler wurden deshalb in der öffentlichen Debatte als Beispiele für die Vielfalt des Landes genannt. Mehrere Stimmen aus dem spanischen Fußball wandten sich gegen die Vorstellung, nationale Identität lasse sich über Namen, Hautfarbe oder Geburtsort definieren.

Rajoy war von 2011 bis 2018 Ministerpräsident Spaniens und führte zuvor die konservative Partido Popular. Seine Kolumne löste kurz vor der Begegnung mit Frankreich eine politische und sportliche Debatte aus. Eine öffentliche Entschuldigung oder Klarstellung Rajoys war in den verifizierten Berichten zunächst nicht dokumentiert. Im Zentrum der Kritik steht die pauschale Abwertung französischer Spieler aufgrund zugeschriebener Herkunft.

Für die Teams bleibt die sportliche Vorbereitung maßgeblich. Das Duell zwischen Frankreich und Spanien wird vor dem Hintergrund der Debatte besonders aufmerksam verfolgt. Ein Spielergebnis oder Turnierfortschritt wird hier bewusst nicht genannt, weil der verifizierte Informationsstand die Begegnung als noch nicht eindeutig abgeschlossen ausweist. Yamals Stellungnahme verschiebt den Fokus dennoch auf eine klare Botschaft: Fußball soll verbinden, nicht ausgrenzen.

Quellen

  • Euronews
  • Europa Press
  • L'Equipe
  • Le Monde

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