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À la une · 13.11.2024 09:54

LFI-Abgeordnete fordern Absage des Länderspiels zwischen Frankreich und Israel

Die Abgeordneten der Linkspartei La France Insoumise (LFI) haben am Dienstag auf einer Pressekonferenz die Absage des Fußballspiels zwischen Frankreich und Israel gefordert, das am Donnerstag im Stade de France im Rahmen der Nations...

Die Abgeordneten der Linkspartei La France Insoumise (LFI) haben am Dienstag auf einer Pressekonferenz die Absage des Fußballspiels zwischen Frankreich und Israel gefordert, das am Donnerstag im Stade de France im Rahmen der Nations League ausgetragen werden soll. Mathilde Panot, die Vorsitzende der LFI-Fraktion, verwies auf ein erhöhtes Risiko für „schwere Unruhen“, wie bereits beim Spiel in Amsterdam vor einer Woche.

Panot erklärte in der Nationalversammlung: „Wir fordern, dass das am Donnerstag angesetzte Spiel zwischen Frankreich und Israel abgesagt wird.“ Der LFI-Abgeordnete Louis Boyard hatte schon Anfang November auf die Absage des Spiels gedrängt – als Zeichen des Protests gegen die Politik der israelischen Regierung und den Krieg in Gaza.

Der französische Innenminister Bruno Retailleau reagierte auf die Forderung der LFI, indem er die Durchführung des Spiels als „eine Frage des Prinzips“ bezeichnete. Um die Sicherheit der Veranstaltung zu gewährleisten, werden rund 4.000 Polizisten und Gendarmen sowie 1.600 Sicherheitskräfte vor Ort sein. Auch Präsident Emmanuel Macron wird zu dem Spiel erwartet.

Israels Behörden raten Fans vom Stadionbesuch ab

Mathilde Panot argumentierte weiter, dass die Veranstaltung zu „starken Spannungen“ führen könnte und deshalb abgesagt werden sollte. Die Sicherheitsbedenken wachsen nach dem Spiel zwischen Ajax Amsterdam und Maccabi Tel Aviv, das in den Niederlanden von Ausschreitungen gegen israelische Fans überschattet wurde. Die israelischen Behörden hatten am Sonntag offiziell davon abgeraten, das Spiel im Stade de France zu besuchen.

Panot kritisierte darüber hinaus den Galaabend der Organisation „Israël is Forever“, der am Mittwoch in Paris stattfinden soll und von rechtsextremen Persönlichkeiten organisiert wird. Zu diesem Event wird auch der rechtsgerichtete israelische Finanzminister Bezalel Smotrich erwartet.

„Wir fordern seit Wochen, dass diese Gala verboten wird und dass Bezalel Smotrich in Frankreich unerwünscht ist“, so Panot weiter. Die LFI wolle damit ein Zeichen setzen, um eine „total unangebrachte Toleranz gegenüber solchen Akteuren“ auf französischem Boden zu verhindern.

Das französische Außenministerium gab am Dienstag an, dass Smotrich wohl nicht nach Paris kommen werde.

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