Lockdown: Verbot des Verkaufs nicht essentieller Produkte, Mitarbeiter eines Gifi-Ladens von Kunden angegriffen

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Supermärkte mussten ihre Regale mit nicht unbedingt notwendigen Waren schließen. Eine Verpflichtung, der die Marke Gifi bereits nachgekommen ist und die den Ärger einiger Kunden provoziert hat. Fünf Filialmitarbeiter machten sogar nach mehreren Übergriffen von ihrem Kündigungsrecht Gebrauch, berichtet Franceinfo.

“Mein Manager wurde angespuckt!” Fouzia Dekhedda ist eine Angestellte im Gifi-Laden in Aubervilliers. Etwas früher als alle anderen hatte man dort das Verkaufsverbot für nicht lebensnotwendige Produkte vom vergangenen Wochenende vorweggenommen. Und trotz der Etikettierung auf den Produkten versuchten die Kunden noch immer ihr Glück an der Kasse. “Als die Kunden an der Kasse ankamen, sagten meine Kollegen ihnen: ‘Wir können Ihnen den Ball nicht verkaufen, wir können Ihnen das nicht verkaufen’, also wurden sie angegriffen”, sagt die Verkäuferin. Einer ihrer Kollegen wurde sogar herumgeschubst. Fünf Mitarbeiter beschlossen, von ihrem Kündigungsrecht Gebrauch zu machen.

Werden sich diese Angriffe fast überall in Frankreich wiederholen, jetzt, da alle unwichtigen Regale geschlossen sind? Nein, antwortet Didier Pitelet, Sprecher von Gifi. Ihm zufolge handelt es sich bei all dem im Grunde genommen nur um ein ziemlich klassisches Problem der täglichen Gewalt. “Ich glaube nicht, dass es sich um essentielle oder nicht essentielle Produkte handelt, es ist eher ein Problem des persönlichen Einstellung einzelner Personen, das ist alles”, versichert er. “Wenn man sieht, dass ein Kunde auf eine Kassiererin einbrüllt, die nur ihre Arbeit macht, sagt das viel über das staatsbürgerliche Bewusstsein unserer Gesellschaft aus”.

Um zu verhindern, dass sich das wiederholt, wird von nun an ein Sicherheitsbeamter am Eingang jedes Geschäfts in der Pariser Region stehen.


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