Tag & Nacht

Emmanuel Macron hat kürzlich seine Entscheidung, die Nationalversammlung aufzulösen, gerechtfertigt. Angesichts der allgemeinen Besorgnis der Franzosen erklärte der Präsident: „Die Lösung, die ich gewählt habe, ist die schwerwiegendste, die gravierendste, aber die verantwortungsvollste.“ Dies sagte er während seines Besuchs auf der Île de Sein (Finistère) anlässlich des 84. Jahrestages des Appells vom 18. Juni durch General De Gaulle.

In einem seltenen Moment der Offenheit teilte Emmanuel Macron seine persönlichen Gefühle mit: „Es hat mir wehgetan am 9. Juni.“ Er gestand sogar: „Ich habe viele Fehler gemacht, Dinge, die ich nicht gut gemacht habe.“ Doch in seiner direkten Art fügte er dann hinzu: „In einer Demokratie darf man das Volk nicht fürchten.“ Macron betonte, dass eine Wahl kein Chaos sei, sondern Demokratie – ein klarer Verweis auf die turbulenten Zeiten der Gelbwesten-Proteste.

Durch Macrons Entscheidung steht Frankreich derzeit vor einer politischen Zerreißprobe, in der der Ausgang der Wahlen und die zukünftige Richtung des Landes ungewiss bleiben.


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