Alle Artikel · 26.03.2025 10:29
Macron und Selenskyj: Ein starkes Bündnis für Europas Zukunft
Am 26. März 2025 treffen sich der französische Präsident Emmanuel Macron und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj im Élysée-Palast in Paris – ein Treffen mit Symbolkraft. Der Anlass: die Vorbereitung auf den Gipfel der...
Am 26. März 2025 treffen sich der französische Präsident Emmanuel Macron und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj im Élysée-Palast in Paris – ein Treffen mit Symbolkraft. Der Anlass: die Vorbereitung auf den Gipfel der „Koalition der Willigen“, der am 27. März stattfindet und sich mit langfristigen Sicherheitsgarantien für die Ukraine beschäftigt.
Doch dieses Treffen steht für mehr als nur politische Strategie. Es ist ein Zeichen der Nähe, des Vertrauens – und vielleicht auch ein kleiner Blick auf die künftige Sicherheitsarchitektur Europas.
Verlässlichkeit in stürmischen Zeiten
Frankreich hat sich seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine als starker Partner an Selenskyjs Seite positioniert – militärisch, finanziell und diplomatisch. Macron ließ nie einen Zweifel daran, dass Europas Zukunft auch in der Ukraine entschieden wird. In den letzten Monaten forderte er immer nachdrücklicher, dass die Mitgliedsstaaten der EU ihre Verteidigungsausgaben erhöhen – auf bis zu 3,5 Prozent des BIP. Ein ambitioniertes Ziel, das den Ernst der Lage widerspiegelt.
Selenskyj wiederum weiß, was er an Macron hat. Trotz gelegentlicher Reibereien – etwa einem kleinen Fauxpas während einer Pressekonferenz, bei dem Selenskyj einen Anruf des französischen Präsidenten abweisen musste – ist ihre Zusammenarbeit eng, fast freundschaftlich. Zwischen den beiden scheint sich ein Vertrauensverhältnis entwickelt zu haben, das über reine Diplomatie hinausgeht.
Ein Treffen mit Signalwirkung
Die Atmosphäre rund um das heutige Treffen ist geladen, aber durchaus nicht frostig. Im Gegenteil: Es geht um klare Ansagen, gemeinsames Voranschreiten – und eine Zukunft, in der europäische Staaten enger zusammenrücken müssen als je zuvor.
Macron weiß: Ohne stabile Ukraine ist kein stabiles Europa möglich. Und Selenskyj weiß: Ohne starke Partner bleibt sein Land verwundbar. Das macht die Beziehung der beiden nicht nur politisch wichtig, sondern fast schon historisch.
Ein Europa im Wandel
Dass es den „Koalitionsgipfel“ überhaupt gibt, zeigt, wie stark sich Europas Sicherheitsdenken verändert hat. Früher war Sicherheit eine Frage der NATO oder ein transatlantisches Projekt – heute liegt sie vermehrt in europäischer Hand.
Die Ukraine will nicht nur Schutz, sondern auch Perspektive. Frankreich wiederum sieht sich immer mehr als Architekt eines neuen Europas – eines Europas, das selbst Verantwortung übernimmt, ohne sich völlig von alten Bündnissen zu lösen.
Was bringt die Zukunft?
Eine rhetorische Frage sei erlaubt: Reicht gute Absicht, um eine neue europäische Sicherheitsordnung zu schaffen – oder braucht es nicht doch deutlich mehr? Mehr Mut, mehr Geld, mehr Geschlossenheit?
So oder so – das Bündnis zwischen Macron und Selenskyj wird dabei eine tragende Rolle spielen. Vielleicht ist es keine „Freundschaft für die Ewigkeit“. Aber für den Moment ist sie eines: ein Hoffnungsträger in düsteren Zeiten.
Von Catherine H.