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Alle Artikel · 19.03.2025 06:23

Maine-et-Loire: Wenn Versicherungen unerschwinglich werden

Versicherungen werden teurer – so teuer, dass immer mehr Kommunen sich diese schlicht nicht mehr leisten können. Im Département Maine-et-Loire hat man Konsequenzen gezogen: Bestimmte Gebäude sind nicht mehr versichert. Explodierende Kosten zwingen zum...

Versicherungen werden teurer – so teuer, dass immer mehr Kommunen sich diese schlicht nicht mehr leisten können. Im Département Maine-et-Loire hat man Konsequenzen gezogen: Bestimmte Gebäude sind nicht mehr versichert.

Explodierende Kosten zwingen zum Umdenken

Es klingt fast unglaublich: Innerhalb eines Jahres sind die Versicherungskosten für das Département Maine-et-Loire von 155.000 Euro auf 1,3 Millionen Euro gestiegen. Das entspricht einer Erhöhung von über 800 Prozent. „Wer würde eine solche Steigerung akzeptieren – ob als öffentliche Einrichtung oder Privatperson?“, fragt die Präsidentin des Départements. Eine berechtigte Frage.

Die Entscheidung, auf eine Versicherung zu verzichten, hat gravierende Folgen. Zwar bleibt der Schutz für Personenschäden bestehen, doch bei Bränden oder anderen Sachschäden müsste das Département die Kosten selbst tragen.

Ein aktuelles Beispiel verdeutlicht das Dilemma: Während der Unruhen von 2023 wurde ein Gebäude der Verwaltung durch ein Feuer schwer beschädigt. Der Wiederaufbau kostet über zwei Millionen Euro. Immerhin deckt die bisherige Versicherung noch 800.000 Euro – doch in Zukunft würde derartige Unterstützung wegfallen.

Kein Einzelfall: Frankreichs Kommunen unter Druck

Maine-et-Loire steht mit diesem Problem nicht allein da. Laut einem Bericht des Senats haben rund 1.500 Kommunen in Frankreich derzeit keine Gebäudeversicherung mehr. Die Ursachen? Eine Kombination aus steigenden Schäden durch Unruhen, Naturkatastrophen und einem Versicherungsmarkt, der kaum noch bezahlbare Angebote macht.

Für die Versicherungsunternehmen ist die Rechnung klar: Die Schäden häufen sich, die Kosten steigen, also müssen die Prämien nach oben. Doch was passiert, wenn sich immer mehr Kommunen gezwungen sehen, auf Versicherungen zu verzichten?

Ein riskantes Spiel mit hohen Einsätzen

Der Schritt von Maine-et-Loire ist mutig – oder riskant, je nach Perspektive. Ohne Versicherung sind die finanziellen Risiken enorm. Ein weiteres Feuer, eine Naturkatastrophe oder ein Vandalismusakt könnten das Budget des Départements massiv belasten.

Doch die Alternative wäre, Millionen in Versicherungsprämien zu stecken, die dann für andere öffentliche Aufgaben fehlen – etwa Schulen, Straßen oder soziale Programme.

Letztlich bleibt die Frage: Wie kann eine nachhaltige Lösung aussehen? Sollten staatliche Stellen eingreifen, um bezahlbare Versicherungen für Kommunen zu garantieren? Oder bleibt den Départements nichts anderes übrig, als auf ein bisschen Glück zu hoffen?

Klar ist: Die Lage spitzt sich zu. Und wenn Versicherungen für öffentliche Einrichtungen unbezahlbar werden, stellt sich die grundlegende Frage – wer schützt dann die Gemeinschaft?

Autor: C. Hatty

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