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Aktuell · 11.07.2026 06:05

Mindestens 28 Tote bei Fabrikbrand in Jinjiang: Ermittlungen und Festnahmen in Fujian

In einer Schuhfabrik im südostchinesischen Jinjiang sind mindestens 28 Menschen bei einem Großbrand gestorben. Behörden leiteten Ermittlungen ein, mehrere Verantwortliche wurden festgenommen. Präsident Xi verlangte rasche Aufklärung und konsequente Rechenschaft.

Jinjiang – 10.07.2026: Bei einem Großbrand in einer mehrstöckigen Schuhfabrik in der südostchinesischen Stadt Jinjiang (Provinz Fujian) sind nach offiziellen Angaben mindestens 28 Menschen ums Leben gekommen. Das Feuer war am Donnerstagmittag ausgebrochen. Staatsmedien wie Xinhua und der Fernsehsender CCTV meldeten neben der Zahl der Toten laufende Rettungs- und Bergungsarbeiten. Die Behörden erklärten, zum Zeitpunkt des Brandes hätten sich 237 Beschäftigte und zwei Besucher in dem Betrieb aufgehalten; 213 Personen seien in Sicherheit gebracht worden.

Auf Bildern lokaler Medien sind Arbeiterinnen und Arbeiter auf dem Dach eines fünfgeschossigen Gebäudes zu sehen, umgeben von dichter schwarzer Rauchentwicklung. Einsatzkräfte setzten Löschschaum und Wasserwerfer ein, um Flammen in den oberen Stockwerken einzudämmen. Die genauen Umstände, wie sich das Feuer so rasch ausbreiten konnte, sind bislang unklar. Eine offizielle Bestätigung zum technischen Ablauf des Unglücks lag zunächst nicht vor.

Die Polizei nahm den Fabrikbesitzer sowie verantwortliche Manager fest und fror Konten des betroffenen Unternehmens ein. Chinesische Medien identifizieren den Hersteller als Fujian Huiteng Shoes, der demnach Sport- und Freizeitschuhe für verschiedene Marken produziert. Die lokalen Ermittlungen sollen klären, ob Sicherheitsauflagen missachtet wurden, etwa beim Brandschutz, der Lagerung leicht entzündlicher Materialien oder der Freihaltung von Fluchtwegen.

Präsident Xi Jinping forderte laut Xinhua, alle verfügbaren Kräfte für Suche und Rettung zu mobilisieren, die Ursachen rasch zu ermitteln und Verantwortliche streng zur Rechenschaft zu ziehen. Solche Anweisungen gehen in China häufig mit kurzfristigen Inspektionen ähnlicher Betriebe einher. Provinz- und Stadtverwaltungen kündigten Kontrollen in Industrieparks an, um mögliche Risiken in Produktionshallen, Treppenhäusern und Materiallagern zu identifizieren.

Internationale Agenturen und Fachmedien erinnern an wiederkehrende Schwachstellen im industriellen Sicherheitsregime: In früheren Fällen wurden blockierte Notausgänge, unzureichende Feuerlöscheinrichtungen und fehlende Wartung von Alarmanlagen dokumentiert. Arbeitsrechtsorganisationen fordern seit Längerem unabhängige Überprüfungen und transparente Berichterstattung über Mängel. Ob sich diese Muster in Jinjiang bestätigt haben, muss die Untersuchung zeigen. Gerichtsverfahren gegen Verantwortliche wurden von den Behörden in Aussicht gestellt.

Das Unglück hat in China eine erneute Debatte über Arbeitsschutz, Haftungsketten in Zuliefernetzwerken und die Rolle lokaler Aufsichtsbehörden ausgelöst. Kurzfristig ist mit Schwerpunktkontrollen in der Region Fujian zu rechnen. Für Familien der Opfer kündigten die Behörden Unterstützung an; nähere Angaben zu Entschädigungen gab es zunächst nicht.

Quellen

  • Xinhua
  • CCTV (China)
  • Associated Press
  • Reuters
  • South China Morning Post
  • franceinfo

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