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Aktuell · 23.07.2026 21:01

Nach Konzertabbruch in Grenoble: LFI-Politiker Allan Brunon will wegen Drohungen klagen

Nach dem Abbruch eines Konzerts von Barbara Butch in Grenoble hat der LFI-Kommunalpolitiker Allan Brunon angekündigt, wegen rassistischer Beleidigungen und Drohungen die Justiz einzuschalten. Parallel ermittelt die Staatsanwaltschaft zum Konzertabbruch.

Grenoble – 23.07.2026: Der Streit um den abgebrochenen Auftritt der DJ Barbara Butch beim Festival Cabaret Frappe hat eine weitere juristische Ebene erreicht. Allan Brunon, führender Kommunalpolitiker von La France insoumise in Grenoble, kündigte am Donnerstag an, wegen rassistisch motivierter Beleidigungen und Drohungen die Justiz anzurufen. Er spricht zudem von einer gegen ihn gerichteten Kampagne digitaler Belästigung.

Brunon war am Samstag, 18. Juli, bei der Protestaktion im Jardin de Ville dabei, die den Auftritt der Künstlerin stoppte. Der Abend war Teil des kostenlosen Musikfestivals Cabaret Frappe. Nach übereinstimmenden Berichten waren pro-palästinensische Aktivisten vor der Bühne zusammengekommen; es kam zu Sprechchören, Beschimpfungen und dem Wurf von Gegenständen. Barbara Butch beendete ihren Auftritt vorzeitig.

Der LFI-Vertreter hatte die Programmierung der DJ zuvor scharf kritisiert und zum Boykott aufgerufen. Hintergrund ist insbesondere ihre Unterstützung für einen Gesetzesvorschlag der Abgeordneten Caroline Yadan, den Gegner als möglichen Eingriff in die Meinungsfreiheit bei Debatten über den Nahostkonflikt bewerten. Brunon und seine politischen Mitstreiter erklärten die Aktion als friedlichen Protest. Die Stadt Grenoble und zahlreiche Kulturvertreter widersprachen dieser Darstellung.

Die Staatsanwaltschaft Grenoble eröffnete am Dienstag, 21. Juli, ein Ermittlungsverfahren wegen gemeinschaftlicher Behinderung von Freiheiten. Konkret geht es um den Verdacht, die künstlerische Betätigungsfreiheit von Barbara Butch durch Gewalt oder Zwang beeinträchtigt zu haben. Mit den Ermittlungen wurde der örtliche Kriminaldienst der Polizei betraut. Das Verfahren richtet sich nach bisher bekannten Angaben nicht gegen eine namentlich benannte Person.

Auch die Stadt Grenoble will nach den Vorfällen rechtliche Schritte prüfen beziehungsweise einleiten. Bürgermeisterin Laurence Ruffin, die das Konzert trotz der vorherigen Kontroverse hatte stattfinden lassen, kritisierte am Donnerstag eine Grenzüberschreitung. Sie verwies auf die Freiheit kultureller Programmierung und machte deutlich, dass politische Kritik nicht in Einschüchterung umschlagen dürfe. Die Veranstalter hatten nach Angaben der Stadt ein Sicherheitskonzept vorbereitet.

Brunons Ankündigung rückt nun auch die Folgen der Eskalation im Netz in den Blick. Rassistische Anfeindungen und Drohungen sind keine hinnehmbare Begleiterscheinung politischer Auseinandersetzungen. Ob und gegen wen der Kommunalpolitiker konkret Anzeige erstattet, wurde zunächst nicht öffentlich mitgeteilt. Die Vorwürfe müssen gegebenenfalls durch Ermittlungen überprüft werden.

Der Fall zeigt, wie rasch ein Konflikt um Kultur, den Krieg im Nahen Osten und politische Positionen in persönliche Bedrohungen kippen kann. Für Grenoble laufen damit zwei getrennte, aber miteinander verbundene Fragen: Wer trug Verantwortung für den Abbruch des Konzerts – und wer überschritt danach im digitalen Raum strafrechtliche Grenzen?

Quellen

  • franceinfo
  • Le Dauphine Libere
  • Stadt Grenoble
  • Staatsanwaltschaft Grenoble

(Dieser Text ist wesentlich KI-generiert.)

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