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Alle Artikel · 04.11.2024 09:14

Neukaledonien: das nächtliche Ausgangsverbot wird gelockert

Nach der Krise der letzten Monate in dem französischen Überseegebiet Nouvelle-Calédonie zeigt sich erstmals eine kleine Erleichterung: Ab Montag, dem 4. November, wird das Ausgangsverbot gelockert. Statt von 22 Uhr abends gilt es nun...

Nach der Krise der letzten Monate in dem französischen Überseegebiet Nouvelle-Calédonie zeigt sich erstmals eine kleine Erleichterung: Ab Montag, dem 4. November, wird das Ausgangsverbot gelockert. Statt von 22 Uhr abends gilt es nun erst ab Mitternacht und endet morgens um 5 Uhr. Damit kehrt ein Stück Normalität zurück, wie das Hochkommissariat der Republik im Rahmen einer Pressemitteilung ankündigte.

Das Ausgangsverbot ging auf die Eskalation der Unruhen in Neukaledonien Mitte Mai zurück, die in einer schweren sozialen und sicherheitspolitischen Krise gipfelten. Insgesamt 13 Menschen kamen ums Leben, darunter zwei Gendarmen. Der Sachschaden wird auf über 2,2 Milliarden Euro geschätzt – eine Summe, die die Dimension dieser Krise eindrucksvoll unterstreicht.

Zu Beginn des Konflikts wurde eine fast vollständige Ausgangssperre von 18 Uhr bis 6 Uhr verhängt. Um die angespannte Lage in den Griff zu bekommen, schränkten die Behörden nicht nur die Bewegungsfreiheit, sondern auch den Verkauf von Alkohol und den Transport von Kraftstoff und Waffen ein. Seitdem wurde die Ausgangssperre schrittweise gelockert – zuletzt galt sie von 22 Uhr bis 5 Uhr morgens.

Warum jetzt lockern?

Diese erneute Anpassung der Ausgangssperre zeigt die Hoffnung der Behörden, dass sich die Sicherheitslage stabilisiert. Das Hochkommissariat betont, dass „die Sicherheitslage sich seit einigen Wochen schrittweise verbessert“ habe, weshalb man die Ausgangssperre nun auf einen kürzeren Zeitraum beschränken könne. Für die Bevölkerung könnte dies der lang ersehnte erste Schritt in eine ruhigere Zeit sein.

Dennoch bleibt Vorsicht das oberste Gebot: Auch wenn die nächtlichen Einschränkungen gelockert werden, wird die Situation bis zum 18. November weiterhin genau beobachtet. Bis zu diesem Datum planen die Behörden eine erneute Beurteilung und, falls nötig, eine Anpassung der Maßnahmen.

Alkohol, Waffen und Menschenmengen – die weiteren Regeln

In der Zwischenzeit gelten weiterhin strikte Regelungen für den Verkauf und Konsum von Alkohol. Seit dem 10. Juni darf dieser zwar wieder verkauft werden, jedoch nur in begrenzten Mengen und zu bestimmten Zeiten. Der Umgang mit Waffen und das Transportieren von Benzin in Kanistern bleiben hingegen streng verboten, was die Sicherheitsbedenken der Behörden verdeutlicht. Dies gilt insbesondere für die Hauptstadt Nouméa und ihre Umgebung, wo Menschenansammlungen ebenfalls weiterhin untersagt sind.

Wie geht es weiter?

Für die Einwohner bedeutet diese Lockerung der Ausgangssperre einen wichtigen Fortschritt, wenngleich der Weg zur vollständigen Normalisierung noch weit ist. Ob die Sicherheitslage stabil bleibt und damit in Zukunft weitere Einschränkungen aufgehoben werden können, bleibt vorerst offen.

https://twitter.com/outremers360/status/1852987507517821019

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