Alle Artikel · 02.01.2023 12:41
Notaufnahmen waren am Silvesterwochenende in Frankreich überlastet
Die Notaufnahmen der französischen Krankenhäuser waren auch zu Beginn des Jahres 2023 stark überlastet. France Télévisions berichtet aus Amiens (Somme) und Thionville (Moselle). In der Notaufnahme von Amiens (Somme) herrschte an Silvester Hochspannung. In...
Die Notaufnahmen der französischen Krankenhäuser waren auch zu Beginn des Jahres 2023 stark überlastet. France Télévisions berichtet aus Amiens (Somme) und Thionville (Moselle).
In der Notaufnahme von Amiens (Somme) herrschte an Silvester Hochspannung. In der Nacht am Samstag, dem 31. Dezember, strömten die Patienten in die Notaufnahme. Aber nur eine einzige Krankenschwester stand zur Verfügung. "Wir haben keine Zeit, alle Patienten gleichzeitig aufzunehmen, wenn wir wissen, dass wir ganz allein sind", sagt Sophie Hocquet vor der Kamera von Frabce Télévisions. Die Notaufnahme ist überlastet. An diesem Abend mussten 57 Patienten versorgt werden.
Grosser Mangel an Personal
Die Pflegekräfte sind überfordert. "Der Patient, der in der Schlange von 3B an erster Stelle steht, kam um 13 Uhr. Jetzt ist es neun Uhr abends. Und bis jetzt ist er noch von keinem Arzt gesehen worden", stellt Pauline Desbureaux, Notärztin am CHU Amiens-Picardie, fest. Das Krankenhaus hat wie andere Krankenhäuser mit grossem Personalmangel zu kämpfen und sieht sich mit einer dreifachen Epidemie aus Grippe, Covid-19 und Bronchiolitis konfrontiert. Es wird immer schwieriger, freie Betten für die Patienten zu finden. In Thionville im Département Moselle ist die Notaufnahme nahezu lahmgelegt. Fast alle Krankenpfleger und Pflegehelfer sind krankgeschrieben.