À la une · 21.12.2021 12:00
Omikron-Fälle in Frankreich auf dem Vormarsch - Zahl der Intensivpatienten übersteigt wieder 3.000
Die Zahl der Ansteckungen mit der Omikron-Variante steigt in Frankreich weiter an. Die Zahl der Covid-Patienten auf den französischen Intensivstationen ist zum ersten Mal seit Mai wieder auf über 3.000 gestiegen. Die Regierung sagt...
Die Zahl der Ansteckungen mit der Omikron-Variante steigt in Frankreich weiter an. Die Zahl der Covid-Patienten auf den französischen Intensivstationen ist zum ersten Mal seit Mai wieder auf über 3.000 gestiegen. Die Regierung sagt nun, dass sie weitere Maßnahmen nicht mehr ausschließt.
Regierungssprecher Gabriel Attal zog am Dienstagmorgen in einem Interview mit France 2 eine ernüchternde Bilanz der gesundheitlichen Situation im Land: "Die Omikron-Variante mischt die Karten neu. Sie ist viel ansteckender als alles, was wir bisher gesehen haben. Alle zwei bis drei Tage verdoppelt sich die Zahl der Fälle", sagte Gabriel Attal. "Wir müssen wirklich aufpassen".
Auf die Frage, ob diese Situation zu weiteren Beschränkungen führen könne, sagte er: "Wenn wir einen starken Anstieg der Epidemie im Zusammenhang mit der Omikron-Variante feststellen, könnten wir natürlich noch weitere Maßnahmen ergreifen."
Der Datenwissenschaftler Guillaume Rozier, sagte, dass sich die Delta-Fälle zwar abzuschwächen scheinen, die Omikron-Variante jedoch aufgeholt hat und inzwischen für schätzungsweise 8,8 Prozent aller neuen positiven Fälle in Frankreich verantwortlich ist.
Er deutete an, dass die steigenden Fallzahlen Menschen im Alter zwischen 20 und 39 Jahren betreffen. Die durchschnittliche Zahl der täglichen Infektionen liegt derzeit bei über 51.000 - ein Anstieg von 6 Prozent gegenüber der letzten Woche. Die Intensivstationen sind zu 60 Prozent ausgelastet, mehr als 3.000 Patienten liegen heute in einer Intensivstation. Die Regierung hat davor gewarnt, dass in den kommenden Tagen bis zu 4.000 Patienten auf einer Intensivstation liegen könnten.
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Erfreulicherweise bestätigte eine am Montag veröffentlichte Studie des französischen Pasteur-Instituts, dass Auffrischungsimpfungen gegen die Omikron-Infektionen äußerst wirksam sind.
Am Dienstagmorgen erklärte Gesundheitsminister Olivier Veran, dass das Land im Laufe des Tages die Marke von 20 Millionen Auffrischungsimpfungen überschreiten werde.
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Auch immer mehr Impfskeptiker in Frankreich lassen sich jetzt endlich impfen - wahrscheinlich als Reaktion auf die Ankündigung der Regierung, einen Impfpass einzuführen, der den derzeitigen Gesundheitspass ersetzen soll. Seit Anfang Dezember haben jeden Tag mehr als 20.000 Menschen ihre erste Impfdosis erhalten.
Die Regierung hat die Menschen aufgefordert, große Versammlungen über Weihnachten zu vermeiden. Eine grosse Anzahl von öffentlichen Silvesterfeiern wurde in den vergangenen Tagen bereits abgesagt.