Alle Artikel · 10.09.2024 09:48
Paris 2024: „Das Erbe der Spiele ist bedeutend für das Département“, sagt Bürgermeister von Saint-Denis
Nach dem Ende der Olympischen und Paralympischen Spiele richtet sich der Fokus nun auf die Nachnutzung der Sportstätten in Saint-Denis und im Département Seine-Saint-Denis. Mathieu Hanotin, der sozialistische Bürgermeister von Saint-Denis, betonte am Montag,...
Nach dem Ende der Olympischen und Paralympischen Spiele richtet sich der Fokus nun auf die Nachnutzung der Sportstätten in Saint-Denis und im Département Seine-Saint-Denis. Mathieu Hanotin, der sozialistische Bürgermeister von Saint-Denis, betonte am Montag, dem 9. September, in einem Interview mit dem Sender Franceinfo die immense Bedeutung der Spiele für seine Stadt und das Département. "Das Erbe [der Spiele] ist enorm für eine Stadt wie Saint-Denis und für das gesamte Département", sagte Hanotin einen Tag nach der Abschlusszeremonie der Paralympischen Spiele im Stade de France.
Ein sportliches Vermächtnis
Der Bürgermeister hob das sportliche Erbe besonders hervor, indem er auf die elf neuen oder renovierten Schwimmbäder in Seine-Saint-Denis verwies – einem Gebiet, das lange Zeit unter einem Mangel an Sportinfrastruktur litt. „Wir sprechen von mehreren Milliarden Euro, die in den letzten sieben Jahren in unser Gebiet investiert wurden“, erklärte Hanotin und unterstrich, dass dies „20-30 Jahre an Investitionen“ entspreche.
Wohnungen im Olympischen Dorf
Ein weiteres Erbe der Spiele sind die 2.800 Wohnungen, die im Olympischen Dorf errichtet wurden, das sich über die drei Gemeinden Saint-Denis, Saint-Ouen und L'Ile-Saint-Denis erstreckt. Diese Wohnungen, die durch private Investitionen finanziert wurden, sind zwar zur Zeit noch nicht alle verkauft, aber der Bürgermeister zeigt sich optimistisch. Er hofft, dass die Verkäufe bis „Ende 2025, Anfang 2026“ abgeschlossen sein werden, haben die Olympischen Spiele doch für eine enorme Aufmerksamkeit gesorgt.
Verändertes Image und Stolz der Bewohner
Neben den infrastrukturellen Verbesserungen spricht Mathieu Hanotin auch von einem „zusätzlichen Image-Erbe“, das die Spiele hinterlassen haben. Zum ersten Mal sei es gelungen, das „Stigma der Vororte“ zu durchbrechen und den Ruf von Saint-Denis und den umliegenden Vierteln spürbar zu verbessern. „Das hat den Bewohnern von Seine-Saint-Denis wieder Stolz gegeben“, betont der Bürgermeister.
Die Arbeit beginnt jetzt
Für Hanotin und seine Kollegen beginnt jedoch nun die eigentliche Herausforderung. „Der wahre Test beginnt jetzt“, sagte er und betonte die Notwendigkeit, das Erbe der Spiele umfassend und nachhaltig zu nutzen. Er versprach, gemeinsam mit seinem Team bereits ab sofort konkrete Schritte zur Umsetzung der Nachnutzungspläne zu unternehmen.
Dieses Vermächtnis der Olympischen Spiele von Paris 2024 bietet eine historische Chance für das Département, nicht nur in Bezug auf die Infrastruktur, sondern auch auf das Selbstverständnis und den Stolz der dort lebenden Menschen.