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Alle Artikel · 06.03.2025 07:21

Paris: Verbot des „radikalen feministischen Nachtmarsches“ am 7. März

Der geplante „radikale feministische Nachtmarsch“ in Paris wurde von der Polizei verboten. Grund: mögliche Störungen der öffentlichen Ordnung. Vor allem die angekündigte Teilnahme propalästinensischer Gruppen sorgte für Bedenken. Ein Verbot mit politischer Brisanz Eigentlich...

Der geplante „radikale feministische Nachtmarsch“ in Paris wurde von der Polizei verboten. Grund: mögliche Störungen der öffentlichen Ordnung. Vor allem die angekündigte Teilnahme propalästinensischer Gruppen sorgte für Bedenken.

Ein Verbot mit politischer Brisanz

Eigentlich sollte die Demonstration am 7. März abends von der Gare de l'Est zur Place de l'Hôtel de Ville ziehen. Die Veranstalter wollten damit auf die Bedrohung von Frauenrechten durch „einen faschistischen Staat und den Aufstieg der extremen Rechten“ aufmerksam machen. Doch das Pariser Polizeipräsidium und Präfekt Laurent Nuñez haben die Veranstaltung untersagt.

Die Begründung: Die Demonstration könnte die öffentliche Ordnung gefährden. Insbesondere der Aufruf der propalästinensischen Gruppen Samidoun und Urgence Palestine, sich dem Protest anzuschließen, habe für Besorgnis gesorgt. Diese Gruppen planten einen eigenen Block innerhalb des Marsches mit dem Ziel, „die Befreiung Palästinas von der Küste bis zum Jordan“ zu fordern.

Gefahr von Ausschreitungen?

Laut dem behördlichen Beschluss besteht „ein ernsthaftes Risiko, dass die Botschaft dieser Kollektive die jüdische Gemeinschaft verletzen und zu Ausschreitungen während der Demonstration führen könnte“. Zudem befürchten die Behörden, dass es zu Hassreden und diskriminierenden Äußerungen kommen könnte.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Spannungen in Frankreich, die durch den Nahost-Konflikt weiter angeheizt werden, ist diese Sorge nicht unbegründet. Schon in den vergangenen Monaten gab es in Paris immer wieder Demonstrationen mit antisemitischen Vorfällen.

Frauenrechte oder geopolitische Agenda?

Das Verbot wirft eine grundlegende Frage auf: Ging es bei dem Marsch in erster Linie um Frauenrechte – oder wurde er zunehmend von anderen politischen Strömungen vereinnahmt?

Für die Organisatorinnen dürfte das Verbot dennoch ein harter Schlag sein. Denn es zeigt, dass feministische Proteste in Frankreich mittlerweile auch im Spannungsfeld geopolitischer Auseinandersetzungen stehen.

Dennoch wird der Protest zum Weltfrauentag nicht ganz verstummen: Eine weitere Demonstration für Frauenrechte ist für den 9. März auf der Place de la République geplant.

Von C. Hatty

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