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Alle Artikel · 17.06.2024 10:06

Parlamentswahl 2024: Die kontroversen Stellungnahmen von Kylian Mbappé und Marcus Thuram

Inmitten der vorgezogenen Parlamentswahlen in Frankreich haben sich zwei prominente Fußballspieler, Kylian Mbappé und Marcus Thuram, politisch positioniert und damit eine hitzige Debatte entfacht. Diese Stellungnahmen stießen insbesondere bei Sébastien Chenu, Vizepräsident des Rassemblement...

Inmitten der vorgezogenen Parlamentswahlen in Frankreich haben sich zwei prominente Fußballspieler, Kylian Mbappé und Marcus Thuram, politisch positioniert und damit eine hitzige Debatte entfacht. Diese Stellungnahmen stießen insbesondere bei Sébastien Chenu, Vizepräsident des Rassemblement National (RN), auf scharfe Kritik.

"Zurückhaltung ist gefragt"

"Wenn man das Glück und die Ehre hat, das Trikot der französischen Nationalmannschaft zu tragen, sollte man ein wenig Zurückhaltung üben", kommentierte Chenu am Montag, dem 17. Juni, auf France Inter. Diese Mahnung richtete sich direkt gegen die Aussagen der beiden Fußballstars, die ihre Fans dazu aufgerufen hatten, gegen die extreme Rechte zu stimmen.

Ein Aufruf zur Wahl

Am Sonntag äußerte sich Kylian Mbappé klar zur politischen Lage: "Ich rufe die Jugend auf, wählen zu gehen. Man sieht, dass die Extreme an den Türen zur Macht klopfen." Der Kapitän der französischen Nationalmannschaft betonte die Bedeutung der bevorstehenden Wahlen und appellierte an die Bürger, ihre Zukunft aktiv mitzugestalten. Bereits am Vortag hatte sein Teamkollege Marcus Thuram in einem emotionalen Appell dazu aufgerufen, "dafür zu kämpfen, dass der RN nicht die Wahlen am 30. Juni und 7. Juli gewinnt".

Die Reaktion des RN

Sébastien Chenu, selbst ein Fan von Mbappé als Spieler, äußerte seine Bedenken gegenüber den politischen Ratschlägen der Fußballstars. "Viele unserer Wähler unterstützen die französische Nationalmannschaft. Sie mögen Mbappé. Ich mag Mbappé als Spieler, aber ich erwarte nicht, dass er mir politische Lektionen erteilt", sagte Chenu. Er stellte jedoch klar, dass Mbappé das Recht habe, seine Meinung zu äußern. Doch fügte er hinzu, dass die Franzosen keine Belehrungen von Personen benötigen, die "sehr weit von ihren täglichen Sorgen entfernt sind".

Ein Scherpunkt in der politischen Debatte

Diese Ereignisse unterstreichen die wachsende Verflechtung von Sport und Politik in Frankreich. Die Aussagen von Mbappé und Thuram haben nicht nur bei RN-Anhängern für Unruhe gesorgt, sondern auch eine breitere Diskussion über die Rolle von Prominenten im politischen Diskurs ausgelöst. Die Fußballstars haben ihre Plattform genutzt, um ihre politischen Überzeugungen zu teilen – ein Schritt, der sowohl Bewunderung als auch Kritik hervorrief.

Prominente Stimmen in der Politik

Es ist nicht das erste Mal, dass Sportler ihre Meinung zu politischen Themen äußern. Die Reichweite und der Einfluss von Sportikonen wie Mbappé und Thuram können bedeutende Auswirkungen auf das Wahlverhalten haben. Ihre Äußerungen sind ein Beispiel dafür, wie Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens ihre Reichweite nutzen können, um wichtige gesellschaftliche Themen anzusprechen.

Die Reaktionen der Öffentlichkeit

Die Reaktionen auf die Stellungnahmen der beiden Fußballstars waren gemischt. Während einige die Offenheit und den Mut der Spieler lobten, sich politisch zu äußern, sahen andere dies als unangemessen an. "Was haben Fußballspieler mit Politik zu tun?" mag manch einer fragen. Doch in einer Zeit, in der Prominente immer mehr Einfluss auf die öffentliche Meinung haben, ist es vielleicht unvermeidlich, dass sie ihre Stimme erheben – auch zu politischen Fragen.

Einfluss auf die Wahlbeteiligung?

Ob die Appelle von Mbappé und Thuram tatsächlich einen Einfluss auf die Wahlbeteiligung und die Ergebnisse der anstehenden Wahlen haben werden, bleibt abzuwarten. Sicher ist jedoch, dass ihre Aussagen die Aufmerksamkeit auf die Wichtigkeit der Wahlen gelenkt haben – und das in einem Land, das sich derzeit in einem politisch sehr angespannten Klima befindet.

Ein Balanceakt zwischen Sport und Politik

Die Debatte zeigt, wie dünn die Linie zwischen Sport und Politik manchmal sein kann. Sportler wie Mbappé und Thuram stehen in der Öffentlichkeit und nutzen ihre Plattform, um auf Missstände aufmerksam zu machen – ein Akt, der sowohl als couragiert als auch als kontrovers angesehen werden kann. In einem Land, das vor politischen Herausforderungen steht, bleibt abzuwarten, wie diese prominenten Stimmen die politischen Landschaft in den kommenden Wochen und Monaten beeinflussen werden.

https://twitter.com/franceinter/status/1802582744620314630

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