À la une · 07.06.2023 09:38
Picassos ehemalige Muse und Malerin Françoise Gilot starb mit 101 Jahren
Die Malerin Françoise Gilot starb am Dienstag im Alter von 101 Jahren. Sie war von 1946 bis 1953 die Lebensgefährtin von Pablo Picasso und hatte sich nach der Trennung von Picasso selbst als renommierte...
Die Malerin Françoise Gilot starb am Dienstag im Alter von 101 Jahren. Sie war von 1946 bis 1953 die Lebensgefährtin von Pablo Picasso und hatte sich nach der Trennung von Picasso selbst als renommierte Malerin etabliert.
Die Malerin Françoise Gilot, die von 1946 bis 1953 Lebensgefährtin von Pablo Picasso war und danach eine Karriere als bekannte Künstlerin begann, ist nun im Alter von 101 Jahren gestorben. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Dienstag vom Picasso-Museum und bestätigte eine Meldung der New York Times.
Laut der amerikanischen Tageszeitung hatte Françoise Gilot zuletzt an "Herz- und Lungenkrankheiten" gelitten.
Françoise Gilot wurde am 26. November 1921 in Neuilly-sur-Seine, einem Pariser Vorort, in eine bürgerliche Familie hineingeboren. Sie folgte den Spuren ihrer Mutter, die Aquarellmalerin war, und wandte sich dem Zeichnen und Malen zu. Eine Zeit lang war sie die Muse von Pablo Picasso und später über 60 Jahre lang eine eigenständige Künstlerin, die sich nach der Trennung von Picasso mit großartigen Werken in den Sammlungen des renommierten Metropolitan Museum of Art und des MoMA in New York als renommierte Malerin etablierte.
Im Juni 2021 wurde eines ihrer Gemälde, "Paloma à la Guitare" (1965), bei einer Auktion von Sotheby's für 1,3 Millionen US-Dollar verkauft.
Zu ihren Mentoren gehörte der Surrealist Endre Rozsda, und ihre erste Ausstellung in einer Pariser Galerie fand 1943 statt, in dem Jahr, in dem sie Picasso kennenlernte. Sie war damals Mitte zwanzig, er 61 Jahre alt. Das Paar hat zwei Kinder, Claude (geboren 1947) und Paloma (geboren 1949).
1964 erschien "Vivre avec Picasso", ein relativ intimes Buch über ihr Leben mit dem Künstler, das ein großer Erfolg wurde. Es wurde in 16 Sprachen übersetzt, und erreichte über eine Million verkaufte Exemplare. Sie stellt Picasso in ihrem Buch als tyrannischen, abergläubischen und egoistischen Menschen dar. Für sie war die Beziehung nur "ein Vorspiel zu ihrem eigenen Leben dar. Nicht das Leben".
Als inzwischen amerikanische Staatsbürgerin nahm sie 1973 nicht an der Beerdigung Picassos teil.
Françoise Gilot verbrachte ihre letzten Lebensjahre in New York und war ein Bindeglied zwischen der Pariser Schule der 1950er Jahre und der amerikanischen Kunstszene.