Tag & Nacht

Eine politische Bombe explodiert: Éric Ciotti bricht ein Tabu.

Die Nachricht, die die politische Landschaft Frankreichs erschüttert

Der 11. Juni wird als Tag in Erinnerung bleiben, an dem Éric Ciotti, eine führende Figur der französischen Rechten, das bisher Unvorstellbare vorschlug: ein Bündnis zwischen Les Républicains (LR) und dem Rassemblement National (RN). Diese Ankündigung kam, nachdem Emmanuel Macron die Nationalversammlung aufgelöst hatte, und verursachte ein Beben in der Partei und weit darüber hinaus.

In einer hektischen Reaktion wurde ein Treffen für den 12. Juni einberufen. Um 15 Uhr werden sich die führenden Köpfe der LR im Musée Social in Paris versammeln. Diese Dringlichkeit zeigt die Schwere der Situation.

Der politische Rat der LR umfasst prominente Persönlichkeiten wie Éric Ciotti, den Präsidenten der Partei, François-Xavier Bellamy als Vizepräsidenten, Anne Genevard als Generalsekretärin und Daniel Fasquelle als nationalen Schatzmeister. Wie werden sie auf diesen Schachzug von Ciotti reagieren?

Zustimmung und Ablehnung im inneren Kreis

Wie viele Abgeordnete der Republikaner werden Ciottis Vorschlag unterstützen? Eine hochrangige Quelle innerhalb der Partei betonte, dass es bisher keine breite Zustimmung für Ciottis Linie gibt. Das legt nahe, dass Ciotti trotz seiner Überzeugung, dass „das Land noch nie so rechts war“, auf erheblichen Widerstand stoßen könnte.

Kaum war der Vorschlag gemacht, folgte heftige Kritik. Olivier Marleix, der Fraktionsvorsitzende der LR-Abgeordneten, forderte Ciottis sofortigen Rücktritt. Bruno Retailleau, sein Pendant im Senat, beschuldigte Ciotti der Lüge und des Verrats. Gérard Larcher, der Präsident des Senats, stellte klar, dass er ein Abkommen mit dem RN unter keinen Umständen unterstützen wird.

Xavier Bertrand, der LR-Präsident der Region Hauts-de-France, verlangte gar eine Abstimmung aller LR-Mitglieder über den Vorschlag. Eine innerparteiliche Revolte scheint unvermeidlich.

Trotz der aufkommenden Kritik bleibt Ciotti bei seinem Vorschlag. Er betont, dass nur die Parteimitglieder ihn aus seinem Amt entheben könnten. Ist diese Diskussion der Anfang vom Ende seiner politischen Karriere?

RN und Reconquête

Inmitten dieses Sturms bestätigte Jordan Bardella, Präsident des RN, auf dem Sender France 2, dass ein Abkommen mit den Republikanern unmittelbar bevorsteht. Laut Bardella könnten zahlreiche LR-Kandidaten, darunter auch amtierende Abgeordnete, vom RN unterstützt werden.

Eine turbulente politische Landschaft

Die Geschehnisse dieser Tage werden die politische Landschaft Frankreichs nachhaltig verändern. Die Frage bleibt: Wie wird sich die politische Rechte reorganisieren? Eines ist sicher: Der 11. Juni markiert einen Wendepunkt – ob positiv oder negativ, wird sich zeigen.


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