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Aktuell · 10.07.2026 14:49

Pyrénées-Orientales: Rückkehr in teils zerstörte Häuser – Erschöpfung und Ratlosigkeit nach Großbrand

Nach dem Großfeuer im Massif des Aspres kehren erste Evakuierte in freigegebene Ortsteile zurück. Besonders in Rodès sind Häuser und Fahrzeuge verbrannt. Behörden mahnen: Rückkehr nur nach Freigabe, Brandlage bleibt wetterabhängig.

Perpignan – 10.07.2026: In den Pyrénées-Orientales kehren seit dieser Woche Evakuierte schrittweise in einzelne, von den Behörden freigegebene Ortsteile zurück. Viele stoßen dabei auf schwer beschädigte oder völlig zerstörte Häuser. Das Feuer, das Anfang Juli bei Trévillach ausgebrochen war, hat sich über Hänge und Täler im Massif des Aspres ausgebreitet; nach offiziellen Angaben wurden nahezu 5.000 Hektar Vegetation und landwirtschaftliche Flächen zerstört. Die Präfektur koordiniert weiterhin die Rückführung, warnt jedoch, dass sie nur abschnittsweise und nach klarer Sicherheitsfreigabe erfolgt.

Besonders betroffen ist der Ort Rodès, wo laut Präfektur mehrere Wohnhäuser und Fahrzeuge verbrannten. Anwohner berichten von einer Rückkehr zwischen Asche und beißendem Geruch, während Nachbarn Wasser, Decken und Werkzeug bereitstellen. Viele zögern, verrußte Räume zu betreten; die Gemeinde rät, Gebäude erst nach Sichtprüfung durch Fachleute wieder zu nutzen und auf verdeckte Glutnester, Rauchschäden sowie mögliche Beeinträchtigungen von Gas- und Stromleitungen zu achten.

Die Feuerwehr, angeführt vom SDIS Pyrénées-Orientales und unterstützt durch Kräfte aus anderen Départements, bleibt mit Löschzügen, Tanklöschfahrzeugen und Erkundungsteams im Gelände. Ihr Schwerpunkt liegt auf dem Ablöschen von Glutnestern, dem Anlegen und Halten von Brandschutzstreifen sowie der Sicherung gefährdeter Infrastrukturen. Die Einsatzleitung betont, dass der Brand in einzelnen Abschnitten noch nicht als endgültig stabil gilt. Wind und anhaltende Hitze können bestehende Kanten erneut entfachen; daher bleiben Drohnenaufklärung und nächtliche Kontrollen aktiv.

Parallel laufen Hilfsangebote für Betroffene an. Das Département, Kommunen und Hilfsorganisationen stellen Notunterkünfte, Verpflegung, psychologische Unterstützung und erste finanzielle Soforthilfen bereit. Für die Schadenserfassung sind mobile Teams unterwegs, die Zerstörungen dokumentieren, um Versicherungsfälle und mögliche Entschädigungen vorzubereiten. Landwirte und Winzer melden Verluste an Reben, Weidezäunen und Gerätschaften; das Ausmaß der wirtschaftlichen Folgen lässt sich derzeit nur grob abschätzen.

Die Präfektur ruft dazu auf, Absperrungen strikt zu respektieren, Wald- und Feldwege nicht zu blockieren und offene Flammen zu vermeiden. Bewohner, die zurückkehren, sollen Trinkwasser- und Stromhinweise ihrer Gemeinden befolgen, Ruß in Innenräumen fachgerecht entfernen und Schäden zügig der Versicherung melden. Für die kommenden Tage sind nach regionalen Prognosen hohe Temperaturen und phasenweise böige Winde möglich – Bedingungen, die die Arbeit der Einsatzkräfte erschweren könnten. In den betroffenen Dörfern bleibt die Stimmung gedrückt, zugleich tragen freiwillige Helfer und Nachbarschaften den Wiederaufbau mit: Schutt wird beiseitegeräumt, Hilfsgüter verteilt und erste Schritte zur Sicherung der Häuser begonnen.

Quellen

  • Präfektur Pyrénées-Orientales – Communiqués
  • Franceinfo (RSS)
  • TF1 Info
  • RTL
  • Europe1

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