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Aktuell · 25.06.2026 01:50

Renault plant 800 freiwillige Ingenieurabgänge in Frankreich bis Ende 2027

Renault kündigt einen Plan an, bis Ende 2027 800 Ingenieure in Frankreich durch freiwillige Abgänge zu reduzieren und gleichzeitig 150 bis 200 neue Ingenieure einzustellen.

Paris – 25.06.2026: Renault hat einen Plan vorgestellt, bis Ende 2027 insgesamt 800 Ingenieure in Frankreich durch freiwillige Abgänge zu reduzieren. Gleichzeitig plant der Automobilhersteller, zwischen 150 und 200 neue Ingenieure mit spezifischen Kompetenzen in den Bereichen Software, eingebettete künstliche Intelligenz und Elektrifizierung einzustellen. Diese Maßnahmen sind Teil einer umfassenden Reorganisation der Ingenieurabteilung, die darauf abzielt, die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber chinesischen Herstellern zu steigern.

Derzeit beschäftigt Renault in Frankreich etwa 5.500 Ingenieure. Die geplanten 800 Abgänge entsprechen einem Anteil von 15 bis 20 Prozent der Belegschaft in diesem Bereich. Die Reduzierung erfolgt hauptsächlich durch vorzeitige Pensionierungen und freiwillige Vereinbarungen, ohne dass Zwangsentlassungen vorgesehen sind. Zusätzlich sollen rund 500 Ingenieure innerhalb des Unternehmens umgeschult werden.

Philippe Brunet, der weltweite Technologiedirektor von Renault, erklärte, dass die Reorganisation darauf abzielt, die Organisation zu vereinfachen und die Geschwindigkeit der Entscheidungsfindung zu erhöhen, um besser mit der Konkurrenz aus China konkurrieren zu können. Chinesische Hersteller haben ihren Marktanteil in Europa erheblich gesteigert und bieten Produkte mit bedeutenden technologischen Inhalten zu sehr wettbewerbsfähigen Preisen an.

Neben der Reduzierung der Ingenieurabteilung plant Renault, zwischen 150 und 200 neue Ingenieure mit spezifischen Fähigkeiten einzustellen, um die Bereiche Softwareentwicklung, eingebettete künstliche Intelligenz und Elektrifizierung zu stärken. Diese Rekrutierungen sollen in Festanstellung erfolgen und sind Teil des umfassenden Transformationsplans des Unternehmens.

Die geplanten Änderungen wurden den Sozialpartnern vorgestellt, und es sind weitere Verhandlungen vorgesehen, um die Details der Umsetzung zu klären. Renault betont, dass Frankreich weiterhin das Hauptzentrum für Ingenieurwesen im Unternehmen bleiben wird, trotz der laufenden Reorganisation zur Optimierung von Kosten und Struktur.

Renault hatte bereits im April angekündigt, weltweit 15 bis 20 Prozent seiner Ingenieurabteilung zu reduzieren, was zwischen 1.600 und 2.400 Stellen entspricht. Diese Entscheidung wurde getroffen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu steigern und schneller auf Marktveränderungen reagieren zu können. Die Umsetzung dieser Maßnahmen wird voraussichtlich im September beginnen.

Die angekündigten Veränderungen haben bei den Gewerkschaften Besorgnis ausgelöst. Die CGT kritisierte die Entscheidung als eine "Logik der Rentabilität" und rief die Mitarbeiter dazu auf, sich dieser Politik der sozialen Zerstörung zu widersetzen. Ein Protest ist für den 25. Juni vor dem Technocenter von Renault in Guyancourt geplant.

Renault beschäftigt weltweit über 100.000 Mitarbeiter und ist einer der führenden Automobilhersteller in Europa. Die aktuellen Maßnahmen spiegeln die Bemühungen des Unternehmens wider, sich an die sich schnell verändernde Automobilindustrie anzupassen und seine Position im Wettbewerb zu stärken.

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